Capcom hat das erste große Update für Resident Evil Requiem nach dem Verkaufsstart veröffentlicht. Die wichtigste Neuerung ist schnell zusammengefasst: Ein Fotomodus wurde hinzugefügt.
Diese Erweiterung ist nun offiziell bestätigt. In Capcoms Patch-Notizen für das Update 1.200, das am 27. März erschien, heißt es schlicht: „Der Fotomodus wurde hinzugefügt. Er kann über das Pausenmenü aufgerufen werden.“ Berichte von Portalen wie Gematsu und MP1st decken sich mit dieser Zusammenfassung. Darüber hinaus enthält das Update Fehlerbehebungen, Korrekturen an der Lokalisierung, Anpassungen der Mimik in Zwischensequenzen sowie PC-spezifische Fixes für Abstürze und grafische Probleme.
Während die Veröffentlichung feststeht, ist die Frage nach dem genauen Funktionsumfang des Fotomodus etwas komplizierter.
Was Capcom bestätigt hat
Die offiziell kommunizierten Fakten halten sich eher im Hintergrund.
Director Koshi Nakanishi hatte bereits in einer Videobotschaft am 10. März angekündigt, dass ein Fotomodus zusammen mit weiteren Inhaltsplänen in Arbeit sei. Mehrere Medienberichte, darunter von Gematsu und IGN, verwiesen darauf, dass Capcom die Entwicklung des Features bereits vor der Veröffentlichung in dieser Woche vorangetrieben hatte.
Hier ist die Übersicht der gesicherten Informationen:
Ein Bericht mit Fokus auf die PC-Version erwähnt zudem, dass der Modus mit der Tastenkombination Escape + R geöffnet werden kann, wie PC Gamer beschreibt. Die offizielle Mitteilung von Capcom garantiert jedoch lediglich den Zugriff über das Pausenmenü.
Die Funktionsliste: Wo es unübersichtlich wird
Einige Artikel beschreiben den Fotomodus von Requiem als ungewöhnlich umfangreich. Ob das in vollem Umfang stimmt, bleibt abzuwarten. Zahlreiche Berichte besagen, dass das Tool Kameraeinstellungen wie Sichtfeld (FOV), Unschärfe, Fokusdistanz und Neigung umfasst. Hinzu kommen visuelle Regler für Helligkeit, Kontrast, Vignettierung, Bloom, Linsenverzerrung und chromatische Aberration. Einige Quellen erwähnen zudem Optionen für Posen und Gesichtsausdrücke der Charaktere sowie Filter, Rahmen, Sticker und die Möglichkeit, Gegner, NPCs oder die eigene Spielfigur auszublenden.
Die Überschneidungen in der Berichterstattung lassen vermuten, dass an diesen Details etwas Wahres dran ist. IGN lieferte beispielsweise eine recht spezifische Liste von Kamera- und Bildkontrollen, während GameSpot und Siliconera ebenfalls auf Filter und Kompositionswerkzeuge hinwiesen.
Es gibt jedoch einen wichtigen Vorbehalt: In Capcoms eigenen Patch-Notizen wird diese detaillierte Aufschlüsselung nicht aufgeführt. Das offizielle Material bestätigt lediglich die Existenz und den Fundort des Modus, verifiziert aber bisher nicht jede einzelne dieser tiefergehenden Funktionen.
Diese Unterscheidung ist wichtig, da in der Spieleberichterstattung oft Hands-on-Beschreibungen mit „offiziellen“ Feature-Listen vermischt werden. Das ist jedoch nicht dasselbe.
Warum das Update trotz der Unklarheiten wichtig ist
Selbst bei einer sehr vorsichtigen Interpretation bleibt dies ein bedeutender Patch.
Ein Fotomodus gehört mittlerweile zu den Features, die Spieler in AAA-Einzelspielertiteln erwarten – besonders in Spielen mit starker künstlerischer Leitung und bekannten Charakteren. Requiem ist dafür prädestiniert: Es ist ein Horrorspiel mit kinoreifer Inszenierung, detaillierten Charaktermodellen und aufwendig beleuchteten Umgebungen.
Sollten die Berichte über den Funktionsumfang stimmen, hat Capcom nicht nur einfach eine freie Kamera implementiert. Optionen für Posen, Mimik und Effekte machen den Modus eher zu einem kreativen Werkzeugkasten als zu einer bloßen Screenshot-Funktion. Solche Werkzeuge sorgen oft dafür, dass ein Spiel durch geteilte Bilder in sozialen Netzwerken länger im Gespräch bleibt.
Dennoch sollte man nicht zu viel in einen einzelnen Patch hineininterpretieren. Capcom hat ein gewünschtes Feature am 10. März angekündigt und es am 27. März geliefert – das ist die sachliche Kernbotschaft.
Interessante Details in den kleinen Patch-Notizen
Eine weitere Zeile im Update 1.200 verdient Beachtung: Capcom gibt an, dass die „Gesichtsausdrücke der Charaktere in einigen Zwischensequenzen angepasst wurden, um Emotionen besser zu vermitteln.“ Wie GamesRadar anmerkte, wurde nicht spezifiziert, welche Szenen genau geändert wurden.
Das bedeutet nicht zwangsläufig eine komplette Überarbeitung der Animationen, sondern könnte lediglich subtile Optimierungen betreffen. Im Zusammenspiel mit dem Fotomodus unterstreicht es jedoch Capcoms Fokus auf die Präsentation: Das Studio feilt weiterhin an der Mimik von Charakteren wie Leon und Grace, um die filmische Wirkung des Horrors zu verstärken. Dies lässt zudem die Berichte über Posen- und Mimik-Editoren im Fotomodus glaubwürdiger erscheinen.
Fazit für die Spieler
Die sicherste Schlussfolgerung ist zugleich die simpelste:
Resident Evil Requiem verfügt nun über einen Fotomodus, der über das Pausenmenü erreichbar ist. Der Patch 1.200 bringt zudem Fehlerbehebungen und visuelle Verfeinerungen mit sich.
Spieler sollten jedoch zwischen bestätigten Fakten und beschriebenen Features unterscheiden:
- Von Capcom bestätigt: Der Fotomodus existiert seit dem 27. März (Update 1.200) und wird über das Pausenmenü gestartet.
- In der Presse beschrieben (nicht offiziell detailliert): Kamerakontrollen, Fokus-Einstellungen, Effekte, Posen, Sticker und Filter.
- Nicht verifiziert: Spezialfunktionen wie Kamerapfade, Videoexport-Optionen oder benutzerdefinierte Auflösungen.
Wer nur auf eine Gelegenheit gewartet hat, um nach Requiem zurückzukehren und stimmungsvolle Bilder einzufangen, hat nun einen triftigen Grund dafür. Ob der Modus wirklich so tiefgreifend ist wie erhofft, muss jeder Spieler für sich selbst im Menü entdecken.
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