Sonys neue State of Play: Warum diese XXL-Ausgabe für die PS5-Zukunft entscheidend ist
Sony Interactive Entertainment läutet das Jahr 2026 mit einem Paukenschlag ein: Für morgen, Donnerstag, den 12. Februar 2026, wurde eine neue Ausgabe der State of Play angekündigt. Mit einer geplanten Laufzeit von über 60 Minuten handelt es sich um eine der umfangreichsten Präsentationen in der Geschichte dieses Formats. Im Mittelpunkt stehen Neuigkeiten, Gameplay-Szenen und Ankündigungen, die sich primär auf Software für die PlayStation 5 konzentrieren. Diese ungewöhnliche Länge deutet auf ein vollgepacktes Programm hin, da reguläre Ausgaben meist nur zwischen 20 und 40 Minuten dauern.
Die Show soll einen abwechslungsreichen Mix aus Third-Party-Titeln, Indie-Projekten und aktuellen Updates aus den PlayStation Studios bieten. Obwohl Sony sich mit konkreten Details zu den gezeigten Spielen noch bedeckt hält, lässt die Dauer der Übertragung darauf schließen, dass eine beachtliche Menge an Inhalten präsentiert wird. In unseren Augen zeigt dieser Schritt, dass Sony entschlossen ist, das PS5-Ökosystem in einem zunehmend kompetitiven Marktumfeld neu zu beleben und die Fans mit einer starken Release-Pipeline zu begeistern.
Analyse: Erwartungen und Hoffnungen für das PS5-Lineup
Angesichts der einstündigen Sendezeit sind die Erwartungen der Community verständlicherweise hoch. Der Fokus liegt klar auf kommender Software für die PlayStation 5, sowohl von externen Partnern als auch von hauseigenen Studios. Da längere Präsentationen oft auch Platz für Nischenthemen bieten, rechnen wir fest mit Neuigkeiten für PlayStation VR2 – hier hoffen viele Fans insbesondere auf Informationen zu einem möglichen VR-Modus für Resident Evil 9.
Basierend auf aktuellen Gerüchten und dem Release-Kalender sind dies die Titel, die wir am wahrscheinlichsten sehen werden:
- Capcoms Resident Evil Requiem (Release am 27. Februar): Da der Launch kurz bevorsteht, wäre ein finaler Gameplay-Trailer oder sogar eine Überraschungs-Demo typisch für Capcoms bisherige Strategie auf der PlayStation-Plattform. Ein Muss für Horror-Fans.
- Bungies Marathon (Release am 5. März für PS5, PC, Xbox Series X): Dieser plattformübergreifende Extraction-Shooter ist Bungies wichtigstes Projekt seit Destiny. Wir erwarten detailliertes Gameplay, das die Live-Service-Elemente erklärt und zeigt, wie sich der Titel von der Konkurrenz abheben will.
- Housemarques Saros (Release am 30. April für PS5): Nach dem Erfolg von Returnal wird dieser PS5-Exklusivtitel mit Spannung erwartet. Eine Präsentation, die den Mix aus Bullet-Hell-Action und Sci-Fi-Atmosphäre vertieft, gilt als fast sicher.
- Guerrilla Games' Horizon Hunters Gathering: Das erst letzte Woche angekündigte Koop-Abenteuer im Horizon-Universum hat noch keinen festen Termin. Wir sind gespannt auf erste echte Spielszenen, um zu sehen, wie taktisch die Zusammenarbeit in der Maschinenwelt ausfallen wird.
- Marvel Tōkon: Fighting Souls (Geplant für 2026): Berichten zufolge ist die Entwicklung bereits weit fortgeschritten und die Beta-Tests sind abgeschlossen. Eine offizielle Bekanntgabe des Veröffentlichungstermins wäre hier der nächste logische Schritt, um Sonys Portfolio an First-Party-Fighting-Games zu stärken.
Gleichzeitig ist jedoch Vorsicht geboten: Auch wenn Marvel’s Wolverine von Insomniac Games (geplant für Herbst 2026) eines der am heißesten ersehnten Projekte ist, deuten interne Hinweise darauf hin, dass eine ausführliche Vorstellung erst im Frühjahr 2026 erfolgen könnte. Wir bleiben daher skeptisch, ob wir morgen mehr als einen kurzen Teaser sehen werden. Wer zudem auf eine Ankündigung der PlayStation 6 oder eines neuen Handhelds hofft, muss sich vermutlich noch gedulden; handfeste Hardware-News dieser Größenordnung liegen laut Experten noch in weiter Ferne.
Einschalten: Ihr globaler Guide zur Übertragung
Die State of Play wird weltweit gleichzeitig ausgestrahlt und kann über die offiziellen YouTube- und Twitch-Kanäle von PlayStation verfolgt werden. Ein kleiner Tipp für alle, die Spoiler im Live-Chat vermeiden wollen: Der Twitch-Stream läuft erfahrungsgemäß oft einige Sekunden vor dem YouTube-Feed.
Hier sind die wichtigsten Sendezeiten für den Überblick:
- 12. Februar 2026:
- 14:00 Uhr PT (USA)
- 17:00 Uhr ET (USA)
- 22:00 Uhr GMT (Großbritannien/Portugal)
- 23:00 Uhr CET (Deutschland/Österreich/Schweiz/Frankreich/Italien)
- 00:00 Uhr SAST (Südafrika)
- 02:30 Uhr IST (Indien)
- 06:00 Uhr PHT (Philippinen)
- 07:00 Uhr JST (Japan)
- 11:00 Uhr NZDT (Neuseeland)
Die Streams starten in der Regel bereits 30 Minuten vor dem eigentlichen Beginn mit einem Countdown. Die Hauptübertragung erfolgt auf Englisch, wobei auf ausgewählten Plattformen Untertitel in verschiedenen Sprachen (darunter Deutsch und Japanisch) zur Verfügung stehen. Im Anschluss wird die gesamte Sendung als Archiv auf YouTube und Twitch abrufbar sein.
Sonys Strategiewechsel: Die Ära der State of Play
Das Format "State of Play" wurde von Sony im März 2019 eingeführt und markierte eine Zäsur in der Kommunikationsstrategie des Unternehmens. Statt auf teure und starre Branchenevents wie die E3 zu setzen, fokussiert sich Sony seitdem auf kontrollierte, digitale Eigenproduktionen. Dieser Direct-to-Consumer-Ansatz ermöglicht es dem Konzern, den Rhythmus der Ankündigungen selbst zu bestimmen und sich voll auf die Inhalte zu konzentrieren, ohne den organisatorischen Ballast klassischer Messen. Verantwortlich für die inhaltliche Kommunikation bei Sony Interactive Entertainment ist Tim Turi (Content Communications Manager).
Wichtige Hinweise für Content Creator: Urheberrecht beim Co-Streaming
Sony hat einen ausdrücklichen Warnhinweis für Co-Streamer und Content Creator herausgegeben. Die Übertragung kann lizenzierte Musik oder anderes urheberrechtlich geschütztes Material enthalten, an dem PlayStation nicht die weltweiten Verwertungsrechte für Drittplattformen hält. Dies kann dazu führen, dass Co-Streams oder Video-Archive (VODs) durch automatisierte Systeme blockiert oder monetarisiert werden. Auch wenn dies für die Creator-Community frustrierend sein kann, liegt die Verantwortung laut Sony bei den Streamern selbst. Wer plant, die Show live zu kommentieren oder Ausschnitte in Recap-Videos zu verwenden, sollte im Zweifelsfall die Audiospur bei Musikeinspielungen stummschalten, um Copyright-Probleme zu vermeiden.
Kommentare