Capcoms mysteriöses Sci-Fi-Abenteuer PRAGMATA hat nach einer langen Odyssee von Verschiebungen endlich ein festes Veröffentlichungsdatum: den 24. April 2026. Auch wenn die Steam-Produktseite momentan noch den 23. April führt, orientieren wir uns am offiziell kommunizierten Termin und warten auf eine finale Klarstellung seitens Capcom bezüglich dieser minimalen Abweichung. Damit endet eine jahrelange Wartezeit für Fans, die das Projekt bereits seit der ersten Ankündigung im Jahr 2020 verfolgen.
Ursprünglich für 2022 geplant und später auf 2023 verschoben, entwickelte sich PRAGMATA fast schon zu einem Mythos für Entwicklungsschwierigkeiten, bevor das Release-Fenster während des Summer Game Fest 2025 konkretisiert wurde. Die endgültige Bestätigung für den 24. April 2026 erfolgte schließlich bei den Game Awards 2025. In knapp zwei Monaten ist es nun so weit: Capcom veröffentlicht seine erste komplett neue Marke seit acht Jahren für PlayStation 5, Xbox Series X|S, PC (Steam) und die Nintendo Switch 2.
Was erwartet uns in PRAGMATA?
Das Spiel entführt uns in eine dystopische nahe Zukunft auf einer Forschungsstation auf dem Mond, wobei auch Schauplätze angedeutet werden, die an ein verlassenes New York City in lunarer Umgebung erinnern. PRAGMATA präsentiert sich als eine Mischung aus Sci-Fi-Action-Adventure und Third-Person-Puzzle-Shooter mit einem starken Fokus auf die Einzelspieler-Kampagne.
Die Spieler übernehmen die Kontrolle über zwei sehr unterschiedliche Protagonisten: Hugh, ein Astronaut, der mit Schusswaffen und einem Jetpack ausgestattet ist, und Diana, ein Androiden-Mädchen mit der Bezeichnung AI D-I-0336-7. Das Herzstück des Gameplays ist das Zusammenspiel dieser beiden Charaktere. Während Hugh für die direkte Action und Fortbewegung zuständig ist, nutzt Diana Echtzeit-Hacking-Fähigkeiten, um gegnerische Roboter auszuschalten oder die Umgebung zu manipulieren, um neue Wege freizuschalten. Diese Dualität erfordert ein taktisches Vorgehen und sorgt für eine interessante Dynamik zwischen Kampf und Rätsellösung. Wir hoffen, dass dieses System den Spielfluss auflockert und die üblichen Brüche zwischen Action- und Puzzle-Passagen vermeidet.
Technisch basiert PRAGMATA auf Capcoms bewährter RE Engine. Gerüchten zufolge waren für die Darstellung von Dianas Charaktermodell spezielle Modifikationen an der Engine nötig, was auf einen extrem hohen Detailgrad und eine besondere visuelle Präsenz der KI-Begleiterin schließen lässt.
Editionen und Verfügbarkeit
PRAGMATA wird in zwei digitalen Versionen erscheinen:
- Standard Edition: Zum Preis von 59,99 € (UVP) für das Hauptspiel.
- Digital Deluxe Edition: Für 69,99 € (UVP) inklusive des „Shelter Variety Pack“.
Vorbesteller erhalten unabhängig von der Edition exklusive Outfits: „Neo Bushido“ für Hugh und „Neo Kunoichi“ für Diana. Das „Shelter Variety Pack“, das zum Release auch separat erworben werden kann, umfasst weitere kosmetische Gegenstände, Waffenskins, Hintergrundmusik, Gesten für Diana und eine digitale Art-Library. Der Aufpreis von 10 € für rein optische Inhalte wirkt zwar etwas ambitioniert, ist aber mittlerweile Branchenstandard. Wir hätten uns für diesen Bonus vielleicht noch eine kleine spielerische Erweiterung gewünscht.
Bereits seit Mitte Dezember 2025 ist die kostenlose Demo „Pragmata Sketchbook“ auf Steam verfügbar; die Konsolen-Versionen für PS5, Xbox und Switch 2 folgten Anfang Februar 2026. Erste Pressestimmen zur Demo loben vor allem die stylische Action und die cleveren Hacking-Mechaniken. In Japan begleitete Capcom den Demo-Release sogar mit einer Gewinnspiel-Kampagne, um den Hype kurz vor dem Launch weiter anzuheizen.
PC-Systemanforderungen
Für alle, die die mondbasierte Dystopie auf dem PC erleben wollen, sind hier die offiziellen Spezifikationen:
Die Anforderungen fallen für einen modernen Titel überraschend moderat aus. Positiv hervorzuheben ist die Unterstützung von Raytracing für entsprechend ausgestattete Systeme. Ein Kritikpunkt bleibt jedoch die Integration von Denuvo Anti-Tamper in der PC-Version, verbunden mit einem Limit von maximal fünf Aktivierungen pro Tag. Solche DRM-Maßnahmen sorgen regelmäßig für Unmut bei Spielern, die häufig ihre Hardware wechseln oder ihr System neu aufsetzen.
Diana-Amiibo: Ein kleines Extra
Zusätzlich veröffentlicht Capcom eine Diana-Amiibo-Figur. Wird diese im Spiel gescannt, werden Munition und Heilgegenstände regeneriert. Das bietet zwar einen kleinen Komfort-Vorteil im Ressourcenmanagement, ist aber kein spielentscheidendes Feature. Es bleibt primär ein attraktives Sammlerstück für Fans.
Fazit: Die Bedeutung von PRAGMATA
Der lange Weg von PRAGMATA verdeutlicht, wie riskant und aufwendig die Entwicklung neuer IPs in der heutigen Zeit ist. Für Capcom markiert das Spiel einen mutigen Schritt weg von den etablierten Erfolgsgaranten wie Resident Evil oder Monster Hunter. Das positive Echo auf die „Sketchbook“-Demo zeigt jedoch, dass der Hunger nach frischen Szenarien und innovativen Gameplay-Ideen groß ist.
Sollte PRAGMATA kommerziell erfolgreich sein, könnte dies den Weg für weitere ambitionierte Original-Titel ebnen. Wir sind gespannt, wie sich das Zusammenspiel zwischen Hugh und Diana über die volle Spielzeit entwickelt und ob das Hacking-System dauerhaft motivieren kann. Trotz der Wermutstropfen beim DRM überwiegt die Vorfreude auf eine neue, unverbrauchte Sci-Fi-Welt. Die Frage ist nun nicht mehr, ob PRAGMATA erscheint, sondern ob es die hohen Erwartungen nach der langen Wartezeit erfüllen kann.
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