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Synology erhält ISO 27001:2022: Ein Meilenstein für die globale Datensicherheit

Synology erhält ISO 27001:2022: Ein Meilenstein für die globale Datensicherheit
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Inhaltsverzeichnis

Synology erhält ISO 27001:2022: Warum dieser moderne Sicherheitsstandard heute entscheidend ist

Synology, ein etablierter Name in den Bereichen Datenmanagement, Backup und Netzwerktechnik, gab am 10. Februar 2026 den Erhalt der Zertifizierung nach ISO/IEC 27001:2022 bekannt. Hierbei handelt es sich nicht bloß um eine weitere Auszeichnung für die Firmenwebseite; es ist ein weltweit anerkannter Maßstab für Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS). Diese Zertifizierung stellt ein unabhängiges, international validiertes Gütesiegel für die Sicherheitspraktiken des Unternehmens dar. Für Beobachter signalisiert dieser Schritt deutlich, dass Synology entschlossen ist, in einem zunehmend sicherheitsorientierten Markt eine führende Rolle einzunehmen.

Die Zertifizierung bestätigt die Sicherheitsstruktur von Synology über den gesamten Produktlebenszyklus sowie die Prozesse zur Reaktion auf Vorfälle hinweg. In der heutigen digitalen Welt ist der Schutz der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Kundendaten zwar eine Grundvoraussetzung, doch der rigorose ISO-Prozess bietet eine Verifizierung, die über reine Marketingversprechen weit hinausgeht.

Philip Wong, Gründer und CEO von Synology, bezeichnete diesen Erfolg als Ausdruck eines „unerschütterlichen Engagements für den Schutz von Kundendaten“. Während solche Aussagen von Führungskräften üblich sind, verleiht die ISO 27001:2022-Zertifizierung diesen Worten ein erhebliches Gewicht – insbesondere angesichts der massiven Investitionen an Zeit und Ressourcen, die für deren Erlangung nötig sind. Kuei-Huan Chen, Senior Director der Synology Engineering Group, hob hervor, dass die Zertifizierung dazu beiträgt, „dass die Synology anvertrauten Daten sicher geschützt sind und unsere Abläufe konsistenten Sicherheitspraktiken folgen, die an den strengsten internationalen Standards ausgerichtet sind“. Aus unserer Sicht geht es hierbei nicht nur um das Abarbeiten einer Checkliste, sondern um die tiefe Verankerung von Sicherheit in der gesamten technischen und operativen DNA des Unternehmens.

Hinter den Schlagworten: Die enorme Tragweite der Zertifizierung

Die ISO/IEC 27001:2022-Zertifizierung von Synology ist kein nischiger Erfolg. Sie umfasst das gesamte unternehmensweite ISMS, die Kerninfrastruktur, den sicheren Entwicklungslebenszyklus (SDLC) sowie die Prozesse zur Sicherheitsreaktion. Dieser breite Umfang ist entscheidend, da er einen ganzheitlichen Ansatz dokumentiert, der Menschen, Richtlinien und Technologien in den globalen Abläufen von Synology unter die Lupe nimmt.

Der im Oktober 2022 veröffentlichte Standard ISO/IEC 27001:2022 ist die neueste Version und baut auf der Fassung von 2013 auf. Das Update brachte signifikante Änderungen mit sich: Die Kontrollen in Anhang A wurden von 114 auf 93 reduziert, viele davon zusammengefasst und – was besonders wichtig ist – um 11 neue Kontrollen ergänzt. Diese neuen Maßnahmen sind speziell darauf ausgelegt, moderne Cyber-Bedrohungen zu adressieren. Dazu gehören Aspekte wie „Threat Intelligence“, „Informationssicherheit bei der Nutzung von Cloud-Diensten“, „IKT-Bereitschaft für Business Continuity“ und „Prävention von Datenabfluss“. Der revidierte Standard zwingt Unternehmen dazu, über traditionelle Perimeter-Verteidigung hinauszudenken und sich auf eine ständig wandelnde Bedrohungslage vorzubereiten, wobei der Fokus auf Cyber-Resilienz und Cloud-Sicherheit liegt. Dass Synology sich nach der Revision von 2022 zertifizieren ließ – während einige Wettbewerber noch am alten Standard von 2013 festhalten – beweist eine proaktive Haltung gegenüber aktuellen Sicherheitsherausforderungen.

Das langfristige Ziel: Kontinuierliche Verbesserung als Pflichtprogramm

Der Zertifizierungsprozess von Synology wurde von der PwC Smart Risk Management Consulting Co., Ltd. begleitet und von SGS Taiwan Ltd. professionell verifiziert. Oft wird bei solchen Ankündigungen übersehen, dass ISO/IEC 27001 keine einmalige Angelegenheit ist. Der Standard fordert explizit eine kontinuierliche Verbesserung. Zertifizierte Organisationen müssen jährlich Fortschritte in ihren Risikomanagement-Frameworks nachweisen. Synology hat sich dazu verpflichtet, diese laufende Compliance und stetige Optimierung beizubehalten. Nur so behält eine solche Zertifizierung ihren Wert. Ohne echte jährliche Weiterentwicklung läuft jedes ISMS Gefahr, angesichts neuer Bedrohungen irrelevant zu werden. Der wahre Test liegt, wie viele Experten betonen, in der konsequenten Anwendung und Weiterentwicklung dieser Kontrollmechanismen.

Ein entscheidender Vertrauensvorschuss für Geschäftskunden

Diese Zertifizierung bietet der vielfältigen Klientel von Synology handfeste Vorteile – insbesondere jenen, die unter strengen Compliance-Auflagen arbeiten, wie Regierungsbehörden oder stark regulierte Branchen. Sie schafft Vertrauen bei der Einführung von Synology-Lösungen für kritische Aufgaben wie Datenspeicherung, Backup, Dateizusammenarbeit, Videomanagement und Netzwerkinfrastruktur.

In einer Ära, in der Sicherheitsverletzungen an der Tagesordnung sind, fungiert eine ISO 27001:2022-Zertifizierung als entscheidendes „Qualitätssiegel“. Immer mehr Unternehmen fordern solche Zertifikate als Voraussetzung für eine Zusammenarbeit, was langwierige Bewertungsprozesse für Anbieter verkürzt. Dies ist mehr als nur ein Marketingvorteil; in vielen Unternehmen ist es eine unverzichtbare Eintrittskarte für Geschäftsbeziehungen. Während einige direkte Konkurrenten wie QNAP ebenfalls ISO 27001-Zertifizierungen besitzen, fällt auf, dass deren öffentlich zugängliche Zertifikate oft noch auf dem alten 2013er Standard basieren. Zudem stand QNAP in den letzten Jahren aufgrund von Sicherheitslücken und Ransomware-Angriffen stark in der Kritik. Vor diesem Hintergrund macht der aktuelle 2022er Standard das Angebot von Synology in der jetzigen Bedrohungslandschaft deutlich attraktiver. Da auch große Enterprise-Player wie HPE für bestimmte Plattformen die 2022er Zertifizierung führen, zeigt dies, dass Synology zu den etablierten Sicherheitsführern im Unternehmenssektor aufschließt.

Synologys umfassendes Sicherheitskonzept: Eine mehrschichtige Verteidigung

Zusätzlich zur neuen ISO/IEC 27001:2022-Zertifizierung verweist Synology auf sein bestehendes Framework für Data Governance:

  • Cloud-Dienste (C2): Synology nutzt für seine C2-Dienste Colocation-Rechenzentren von Drittanbietern. Diese Standorte sind in Europa, den USA und im APAC-Raum ISO/IEC 27001-zertifiziert. Das C2-Rechenzentrum in den USA entspricht zudem den SOC 2 Typ II-Standards. Dieser mehrschichtige Cloud-Sicherheitsansatz ist essenziell, da C2 das Angebot über On-Premise-Lösungen hinaus erweitert.
  • Datenschutz: Das Data Governance Framework von Synology ist an den Prinzipien der DSGVO ausgerichtet und wahrt die Datenschutzrechte gemäß CCPA für Bewohner Kaliforniens. In einer Welt zunehmender Regulierungen ist dies keine Option mehr, sondern eine Grundvoraussetzung für globale Operationen.
  • Nutzerkontrolle: Das Unternehmen betont explizit, dass seine Systeme so konzipiert sind, dass digitale Assets ausschließlich unter der Kontrolle des Nutzers bleiben. Synology greift nach eigenen Angaben nicht auf Daten zu, die Nutzer auf ihrer Hardware speichern, und verarbeitet diese auch nicht. Für datenschutzbewusste Anwender ist dies ein starkes Verkaufsargument.
  • Modell der gemeinsamen Verantwortung (Shared Responsibility): Synology definiert klar ein Modell der gemeinsamen Verantwortung. Es wird unterschieden zwischen dem, was Synology verwaltet (physische Sicherheit der Rechenzentren, C2-Infrastruktur, Wartung/Patching von Hardware, OS, Firmware und sichere kryptografische Module) und dem, wofür der Kunde verantwortlich ist (Zugriffskontrolle, starke Passwörter, Netzwerkkonfiguration, Firewalls, VPNs sowie das Management des Datenlebenszyklus). Diese Klarheit ist entscheidend, da Unklarheiten bei der Aufgabenverteilung oft die schwächste Stelle in der Sicherheitskette sind.

Letztendlich festigt diese Zertifizierung die Position von Synology als Anbieter sicherer und zuverlässiger Datenmanagementlösungen – insbesondere für Unternehmen mit hohen Sicherheitsanforderungen. Die Entscheidung für den neuesten Standard ISO 27001:2022 ist ein strategischer Schritt, um den strengen und sich ständig weiterentwickelnden Anforderungen moderner Unternehmen gerecht zu werden.

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