Laptops mit NVIDIAs Blackwell-GPUs der Mittelklasse tauchen vermehrt in Händlerdatenbanken auf und könnten einen langgehegten Wunsch mobiler Gamer erfüllen. Während erste Prognosen für die mobile RTX 5070 von einer Kapazität von 8 GB VRAM ausgingen, deutet eine Welle neuer Listungen von Lenovo, ASUS und MSI darauf hin, dass stattdessen eine Konfiguration mit 12 GB GDDR7 das Ziel sein könnte.
In Lenovos Produktdatenblättern für das kommende Legion Pro 5 und das Yoga Pro 7i Aura Edition wird explizit eine „NVIDIA GeForce RTX 5070 12GB GDDR7“ aufgeführt. Dabei scheint es sich nicht um einen vereinzelten Tippfehler zu handeln; die Spezifikation erscheint über verschiedene regionale Modelle hinweg, von der preisbewussten LOQ-Serie bis hin zu High-End-Refreshes des Legion 5i.
Busbreite und Speichermodule
Ein Wechsel von 8 GB auf 12 GB wäre für diese Leistungsklasse mobiler GPUs ein bedeutender Schritt. Um 12 GB zu realisieren, hat NVIDIA vermutlich zwei Möglichkeiten: die Nutzung eines 192-Bit-Speicherinterfaces oder den Einsatz neuer, hochdichter 3-GB-GDDR7-Speichermodule an einem schmaleren 128-Bit-Bus.
Sollte NVIDIA am 128-Bit-Bus festhalten und 3-GB-Module verwenden, bliebe die Speicherarchitektur ähnlich wie bei früheren Mittelklasse-Chips, während die Kapazität steigt. Falls die 12-GB-Spezifikation jedoch ein 192-Bit-Interface impliziert, könnte der Chip leistungsfähiger sein, als es die ursprünglichen Gerüchte zur standardmäßigen mobilen 5070 vermuten ließen. Diese 12-GB-Listungen könnten sich auch auf eine noch nicht angekündigte RTX 5070 Ti beziehen, insbesondere da einige ASUS-Einträge für das ROG Strix G16 widersprüchliche Angaben von 8 GB und 12 GB für dasselbe Modell zeigen.
Auch bei den Leistungsaufnahmen (TGP) zeichnen sich Verschiebungen ab. Während 8-GB-Varianten der 5070 bisher mit TGPs im Bereich von 50 W bis 100 W gesichtet wurden, weisen die 12-GB-Einträge von Lenovo auf eine TGP von 115 W hin. Dieser zusätzliche Spielraum könnte notwendig sein, um den zusätzlichen Speicher und die für diese Variante vermuteten 4608 CUDA-Kerne zu versorgen.
Prozessor-Kombinationen: Arrow Lake und Panther Lake
Die GPU ist nicht die einzige neue Komponente, die in diesen Leaks auftaucht. Die Listungen geben auch Aufschluss über die Prozessoren, die den Gaming-Laptop-Markt im Jahr 2026 dominieren werden.
- Intel Arrow Lake HX: Der Core Ultra 7 251HX erscheint häufig, insbesondere im MSI Raider 16 HX und Lenovo Legion 5i. Er verfügt über einen Basistakt von 2,9 GHz und eine TDP-Einstufung von 55 W.
- AMD Dragon Range: Lenovos Legion Pro 5 16ADR10 ist eines der wenigen Modelle, das dem Intel-Trend trotzt und die 12-GB-GPU mit AMDs Hochleistungsplattform kombiniert.
- Intel Panther Lake: Die Listung des Yoga Pro 7 15IPH11 gehört zu den ersten Funden von Intels Next-Gen-Architektur „Panther Lake“ in Kombination mit einer dedizierten Grafikeinheit.
Widersprüchliche Signale und Fehlerquellen
Obwohl die Menge an 12-GB-Listungen schwer zu ignorieren ist, sind die Daten noch nicht einheitlich. Ein Eintrag für das Lenovo Legion Pro 5 16ADR10 gibt beispielsweise einen Boost-Takt von 1425 MHz an. Da andere Modelle mit derselben GPU 2347 MHz listen, handelt es sich bei den 1425 MHz wahrscheinlich entweder um den Basistakt oder einen Übertragungsfehler.
Zudem hat ASUS bereits einige frühe Listungen korrigiert. Das ROG Zephyrus G14 wurde zunächst mit 12 GB VRAM gesichtet, bevor die Angabe wieder auf 8 GB geändert wurde. Diese Inkonsistenz macht es schwierig zu bestimmen, ob 12 GB der neue Standard für die 5070 werden oder ob die Hersteller noch evaluieren, welche Konfigurationen sie in spezifischen Märkten ausliefern.
Orientierung im Mittelklasse-Markt
Für Nutzer, die ein Upgrade planen, wird die Wartezeit auf Gewissheit kurz sein. NVIDIAs Embargo für diese mobilen GPUs soll Berichten zufolge Ende April auslaufen.
- TGP prüfen: Wenn Sie ein „12-GB-Modell“ sehen, achten Sie auf die 115-W-Angabe. Versionen mit niedrigerer TGP könnten weiterhin auf die 8-GB-Konfiguration setzen.
- Ende April abwarten: Da Amazon-Listungen auf ein Veröffentlichungsdatum am 1. Mai für das neue Legion 5i hindeuten, sollten wir innerhalb der nächsten fünf Wochen ein klareres Bild von der Verteilung zwischen 12 GB und 8 GB haben.
- Auf die Namensgebung achten: Falls diese 12-GB-Chips als „Ti“-Variante erscheinen, ist mit einem Preisaufschlag gegenüber den Basismodellen der 5070 zu rechnen.
Vorerst erscheinen die zusätzlichen 4 GB VRAM als plausibles Upgrade für die Mittelklasse-Laptops des Jahres 2026, doch bis NVIDIA diese vorläufigen Händlerangaben offiziell bestätigt, ist eine gewisse Skepsis gegenüber den Datenblättern ratsam.
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