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Resident Evil 5 Remake: ESRB-Rating liefert deutliche Hinweise auf Capcoms Pläne

Resident Evil 5 Remake: ESRB-Rating liefert deutliche Hinweise auf Capcoms Pläne
Kurzzusammenfassung
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Inhaltsverzeichnis

Steht ein Resident Evil 5 Remake wirklich bevor? Wir analysieren die Indizien

Die Gerüchte um eine Neuauflage von Resident Evil 5 – sei es als Remake oder Remaster – werden immer lauter. Gestern, am 10. Februar 2026, spitzte sich die Lage zu, als auf der Website des Entertainment Software Rating Board (ESRB) eine neue Einstufung für eine Xbox Series X/S-Version des Capcom-Klassikers von 2009 auftauchte. Während eine simple Portierung denkbar wäre, lässt uns vor allem der Hinweis auf "In-Game-Käufe" vermuten, dass Capcom hier eine umfassende moderne Generalüberholung vorbereitet.

Bisher kann Resident Evil 5 auf der Xbox Series X/S nur über die Abwärtskompatibilität gespielt werden; eine native Next-Gen-Version fehlt völlig. Das Detail der "In-Game-Käufe" ist dabei besonders aufschlussreich: Reine Wiederveröffentlichungen, die lediglich alte DLCs bündeln, tragen dieses Label normalerweise nicht. Dies passt zu Capcoms aktueller – und aus unserer Sicht diskussionswürdiger – Strategie, Mikrotransaktionen selbst in Singleplayer-Titeln zu integrieren, wie man es zuletzt bei den Portkristallen in Dragon's Dogma 2 sah. Es stellt sich die Frage, ob Capcom plant, Komfort-Features oder kosmetische Items in einem Spiel zu monetarisieren, das viele Fans bereits besitzen. Interessanterweise erwähnt der ESRB-Eintrag noch keine PlayStation 5-Version, was Fragen über Capcoms Plattform-Prioritäten für diesen Release aufwirft.

Mehr als nur eine Alterseinstufung: Die Puzzleteile setzen sich zusammen

Der ESRB-Eintrag ist nicht das einzige Indiz. Eva La Dare, die Schauspielerin hinter Sheva Alomar – einer der Hauptfiguren aus Resident Evil 5 – heizte die Vorfreude im vergangenen Monat (Januar 2026) auf X zusätzlich an. Sie schrieb von "tollen Dingen, die für März geplant sind" und nutzte dabei Hashtags wie #residentevil30thanniversary, #residentevil5 und #shevaalomar. Da der März 2026 das 30-jährige Jubiläum der Resident Evil-Reihe markiert – ein Ereignis, das Capcom bereits mit Orchesterkonzerten feiert –, wirkt dies wie ein deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl. Sheva Alomar ist seit Resident Evil 5 in keinem weiteren Teil der Serie aufgetreten. Da Capcom bei bisherigen Remakes oft auf neue Sprecher gesetzt hat, wäre eine Rückkehr von La Dare ein spannendes Signal für die Tiefe dieser Neuauflage.

Das Timing passt zudem perfekt zu einem angekündigten PlayStation "State of Play"-Livestream, der für morgen, den 12. Februar, angesetzt ist. Wir erinnern uns: Capcom nutzte bereits im Juni 2022 einen State of Play, um das gefeierte Resident Evil 4 Remake zu enthüllen. Sollten die Gerüchte stimmen, wäre das morgige Event die ideale Bühne für eine offizielle Ankündigung.

Capcoms Remake-Maschinerie: Ein zweischneidiges Schwert?

Es ist unbestreitbar, dass Capcom mit den Neuauflagen der Resident Evil-Reihe eine äußerst erfolgreiche Nische besetzt hat. Die Remakes von Teil 2 (2019), Teil 3 (2020) und Teil 4 (2023) waren allesamt kommerzielle Hits mit insgesamt über 10 Millionen verkauften Einheiten. Das Resident Evil 4 Remake erhielt Ende 2023 sogar den DLC "Separate Ways" sowie Versionen für Mac und iOS, was Capcoms Strategie unterstreicht, die Lebensspanne dieser Titel zu maximieren. Wirtschaftlich ist dieser Fokus auf Modernisierung lobenswert, doch wir fragen uns auch, ob die ursprüngliche Vision von Resident Evil 5 wirklich ein komplettes Remake rechtfertigt oder ob hier primär finanzielle Interessen im Vordergrund stehen.

Erfolgsgeschichte der Resident Evil Remakes

Ein Blick zurück auf Resident Evil 5: Das Gute, das Schlechte und das Kontroversielle

Das Original von Resident Evil 5 erschien im März 2009 mit Chris Redfield und Sheva Alomar in den Hauptrollen. Das Spiel erhielt damals eine M-Wertung (Mature 17+) für "Blut und Gewalt" sowie "starke Sprache". Der Ruf des Spiels war jedoch von Anfang an gespalten. Während wir den Split-Screen-Koop der Xbox 360-Version in guter Erinnerung haben, bei dem der zweite Spieler vollen Zugriff auf Inventar und Shop hatte, führten spätere Versionen (PS4, Xbox One) unverständliche Einschränkungen ein – wie etwa kleinere Bildschirmausschnitte.

Noch kritischer wurde das Spiel jedoch wegen seines afrikanischen Settings und des Gegnerdesigns diskutiert. Kritiker und Spieler äußerten damals Besorgnis über die Darstellung Afrikas und die Symbolik eines weißen Protagonisten, der gegen Horden infizierter schwarzer Dorfbewohner kämpft. Auch die Partner-KI des Originals stand oft in der Kritik. Ein Remake böte die Chance, diese historischen Kritikpunkte und technischen Limitierungen aufzuarbeiten – eine Aufgabe, die Fingerspitzengefühl und eine moderne Perspektive erfordert. Wir glauben, dass ein Remake diese Probleme aktiv angehen sollte, anstatt das Original nur eins zu eins zu kopieren.

Eine vollgepackte Resident Evil-Zukunft

Die Aussicht auf ein Resident Evil 5 Remake trifft auf einen ohnehin prall gefüllten Veröffentlichungskalender. Der nächste Hauptteil, Resident Evil Requiem (auch bekannt als Resident Evil 9), soll bereits am 27. Februar 2026 erscheinen und Leon S. Kennedy sowie Grace Ashcroft zurück nach Raccoon City führen.

Vor dem jetzigen ESRB-Eintrag hatten bekannte Insider wie AestheticGamer1 und Dusk Golem vermutet, dass ein Remake von Resident Evil: Code Veronica das nächste Projekt nach Resident Evil Requiem sein würde, mit einer möglichen Enthüllung 2027. Die neuen Entwicklungen scheinen diese Insider-Informationen direkt zu widerlegen oder zumindest die Prioritäten neu zu ordnen. Dies lässt uns an der Zuverlässigkeit von Leaks zweifeln oder deutet auf kurzfristige Änderungen in Capcoms Roadmap hin. Auch über ein Resident Evil Zero Remake wird hinter vorgehaltener Hand spekuliert.

Weitere bestätigte & gemutmaßte Resident Evil Projekte

Zusätzlich zu den kommenden Ports von Resident Evil 7 und Village für die Nintendo Switch 2 und dem Kinofilm im Jahr 2026, zeigt die schiere Menge an Inhalten, wie massiv Capcom in die Marke investiert. Ein Resident Evil 5 Remake wäre ein weiterer großer Baustein in diesem dichten Release-Plan.

Obwohl die offizielle Bestätigung von Capcom noch aussteht, sprechen der ESRB-Eintrag, das anstehende 30-jährige Jubiläum und die Aktivitäten von Eva La Dare eine deutliche Sprache. Wir bleiben vorsichtig optimistisch und hoffen, dass Capcom bei einer Neuauflage die gleiche Sorgfalt und Selbstreflexion walten lässt wie beim Resident Evil 4 Remake – insbesondere im Umgang mit den problematischeren Aspekten des Originals.

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