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NVIDIA DLSS 4.5: Grafik-Boost für 400 Spiele mit Hardware-Haken

NVIDIA DLSS 4.5: Grafik-Boost für 400 Spiele mit Hardware-Haken
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NVIDIA rollt diese Woche DLSS 4 aus und verspricht damit einen massiven Schub bei der Performance und Bildqualität für eine Reihe brandneuer Spiele-Releases. Den Anfang machen heute, am 11. Februar, SEGAs Yakuza Kiwami 3 & Dark Ties, die mit voller DLSS 4-Unterstützung erscheinen. Dicht darauf folgen am 13. Februar High On Life 2 von Squanch Games sowie REANIMAL von THQ Nordic und den Tarsier Studios, die ebenfalls DLSS integrieren.

Zusätzlich zu diesen neuen Titeln ist NVIDIA DLSS 4.5, die neueste Evolutionsstufe der KI-basierten Rendering-Technologie, ab sofort für alle GeForce RTX-Grafikkarten direkt über die NVIDIA App verfügbar. Laut NVIDIA ermöglicht dieses Update den Spielern, die Bildqualität in über 400 DLSS-unterstützten Titeln sofort zu verbessern, ohne dass Entwickler-Patches erforderlich sind. Was in der Theorie nach extremem Komfort klingt, erweist sich in unseren Tests und ersten Community-Berichten jedoch als zweischneidiges Schwert – besonders wenn man nicht die neueste Hardware-Generation besitzt.

Die großen DLSS-Debüts der Woche: Unsere Einschätzung

Die aktuelle Auswahl an Spielen verspricht RTX-Nutzern ein erstklassiges PC-Erlebnis. So setzen die einzelnen Titel auf NVIDIAs KI-Upscaling:

  • Yakuza Kiwami 3 & Dark Ties (Release am 11. Februar 2026): Zum 20. Jubiläum der Like a Dragon & Yakuza-Reihe liefert SEGA kein einfaches Remaster, sondern ein „extremes Remake“ von Yakuza 3. Es enthält die neue Story „Dark Ties“, die den Aufstieg des Antagonisten Yoshitaka Mine beleuchtet. Das Spiel erscheint heute mit DLSS Frame Generation, DLSS Super Resolution und NVIDIA Reflex, was für flüssigere Kämpfe in den Straßen von Okinawa und Tokio sorgt. Spieler können die Optik via NVIDIA App mit DLSS Multi Frame Generation und DLSS 4.5 Super Resolution weiter verfeinern. Eine Demo steht bereits zum Download bereit.
  • High On Life 2 (Release am 13. Februar 2026): Im Nachfolger des Comedy-Shooters von Squanch Games wird wieder mit sprechenden Waffen, den Gatlians, geballert. Neu ist eine Skateboarding-Mechanik, die das klassische Sprinten ersetzt und Wallruns sowie Grinds ermöglicht. Die abgedrehte Story führt den Spieler in den Kampf gegen einen Alien-Pharmakonzern, der Menschen in Pillen verwandelt. Das Spiel startet mit DLSS 4 Multi Frame Generation für deutliche FPS-Schübe. Da der Grafikstil des Vorgängers sehr eigenwillig und actionreich war, halten wir die DLSS-Integration hier für essenziell, um bei dem chaotischen Spielgeschehen hohe Bildraten zu halten.
  • REANIMAL (Release am 13. Februar 2026): Die Schöpfer von Little Nightmares, Tarsier Studios, kehren mit einem Koop-Horror-Abenteuer zurück. Als spiritueller Nachfolger konzipiert, müssen ein Bruder und eine Schwester von einer höllischen Insel fliehen. REANIMAL unterstützt zum Launch DLSS Super Resolution und DLAA. Gerade in einem Horrorspiel, in dem Atmosphäre und scharfe Details entscheidend sind, profitieren die düsteren Umgebungen massiv von der KI-gestützten Kantenglättung. Über die NVIDIA App lässt sich auch hier ein Upgrade auf DLSS 4.5 Super Resolution erzwingen.

DLSS 4.5: Ein Fortschritt mit Haken

NVIDIA DLSS 4.5, das erstmals im Januar 2026 über die NVIDIA App eingeführt wurde, basiert auf einem Transformer-Modell der zweiten Generation für Super Resolution. NVIDIA betont, dass in die Entwicklung fünfmal mehr Rechenaufwand geflossen sei als beim ersten DLSS 4 Transformer. Jenseits des Marketings zeigen unsere Analysen tatsächliche Verbesserungen.

Die wichtigsten Neuerungen in DLSS 4.5:

  • Verbesserte Bildqualität: DLSS 4.5 minimiert Ghosting, Flimmern und Nachzieheffekte. Besonders die Modi „Performance“ und „Ultra Performance“ sollen nun qualitativ nah an natives 4K heranreichen. Zudem wurden Probleme mit gedämpfter Beleuchtung und Detailverlusten in Schattenbereichen behoben. Digital Foundry merkt an, dass DLSS 4.5 sogar ohne Ray Reconstruction raygetreue Reflexionen fast perfekt rekonstruieren kann, wenn man die spielinternen Denoiser deaktiviert.
  • Neue Transformer-Modelle: Das „Modell M“ (Performance-Modus) priorisiert Schärfe bei aggressivem Upscaling, während das „Modell L“ (Ultra Performance-Modus) Unschärfen minimiert und Details bei 4K-Ausgabe verstärkt.
  • Breite Kompatibilität... mit Einschränkungen: DLSS 4.5 ist zwar für alle RTX-Karten (20er bis 50er Serie) verfügbar, aber die Performance-Modi profitieren massiv von der FP8-Präzision der RTX 40- und 50-Serie. Unsere Tests bestätigen Community-Berichte, wonach ältere Karten der RTX 20- und 30-Serie (denen die native FP8-Unterstützung fehlt) bei der Nutzung von DLSS 4.5 einen Leistungseinbruch von 7 bis 30 % gegenüber DLSS 4.0 erleben können. In diesen Fällen empfiehlt NVIDIA sogar, beim Modell K (DLSS 4.0) zu bleiben. Die „breite Kompatibilität“ gilt also nur bedingt für die Performance.
  • Dynamic Multi Frame Generation (kommt im Frühjahr 2026): Dieses Feature bleibt der RTX 50-Serie vorbehalten. Es passt die Frame-Multiplikatoren intelligent bis auf das 6-fache an (fünf KI-Frames pro gerendertem Frame). In pfadverfolgten Szenen soll das die Bildrate um bis zu 35 % steigern, sofern NVIDIA Reflex aktiviert ist.

Im Vergleich zur Konkurrenz zeigt AMDs FSR 4 zwar deutliche Fortschritte gegenüber FSR 3, doch DLSS 4 behält bei Sub-Pixel-Details und zeitlicher Stabilität weiterhin die Oberhand.

Die NVIDIA App: Das neue Kontrollzentrum

NVIDIA nutzt die neue NVIDIA App, um die Kontrolle über das Nutzererlebnis zu zentralisieren. Dies wirkt deutlich aufgeräumter als die bisherigen Lösungen. Nutzer können dort:

  • DLSS Frame Generation auf DLSS Multi Frame Generation (für RTX 50) upgraden.
  • DLSS 4.5 Super Resolution global oder pro Spiel erzwingen, um die neuesten Transformer-Modelle (Modell M oder L) zu nutzen.
  • Auf NVIDIA Surround-Einstellungen und neue Diagnose-Tools wie den „Debug-Modus“ zugreifen, der Übertaktungen deaktiviert, um GPU-Instabilitäten zu prüfen.

Besonders die globale Override-Funktion für DLSS ist ein willkommenes Feature, da sie das manuelle Austauschen von DLL-Dateien überflüssig macht.

GeForce RTX 50-Serie: Das „ultimative“ Erlebnis?

NVIDIA positioniert die GeForce RTX 50-Serie (RTX 5090, 5080, 5070 Ti und 5070) als das Maß aller Dinge. Basierend auf der Blackwell-Architektur mit Tensor-Kernen der fünften Generation, sind diese Karten speziell für DLSS 4 Multi Frame Generation optimiert. Während die RTX 5090 teils die doppelte Performance einer RTX 4090 erreicht, bleibt ein fader Beigeschmack: Die extremen 6x-Multiplikatoren sind exklusiv für die neueste (und teuerste) Hardware reserviert. Ältere RTX-Nutzer sind auf einen 2x-Multiplikator beschränkt.

Um den Launch dieser Technologien zu feiern, hat NVIDIA das Resident Evil Requiem GeForce RTX 50 Series Bundle angekündigt. Wer ab dem 10. Februar 2026 eine qualifizierte RTX 50-Grafikkarte oder einen entsprechenden Laptop kauft, erhält eine Kopie von Resident Evil Requiem für Steam gratis dazu.

Das Spiel, bei dem Koshi Nakanishi (Director von Resident Evil 7) Regie führt, kehrt 30 Jahre nach dem Raketeneinschlag nach Raccoon City zurück. Es bietet eine Mischung aus Survival-Horror mit Grace Ashcroft und Action-Gameplay mit Leon S. Kennedy. Technisch wird das Spiel ein Aushängeschild für die RTX 50-Serie sein, inklusive aufwendigem Path Tracing, das durch DLSS 4 und Reflex beschleunigt wird. Der Release ist für den 27. Februar 2026 geplant.

Häufig gestellte Fragen

DLSS 4.5 ist mit allen GPUs der GeForce RTX-Serie kompatibel, einschließlich der RTX 20-, 30-, 40- und 50-Serie. Benutzer können diese Technologie über die NVIDIA App direkt auf über 400 unterstützte Titel anwenden.

Diesen älteren Karten fehlt die native Unterstützung für FP8-Präzision, was bei der Verwendung von DLSS 4.5 im Vergleich zu Version 4.0 zu einem Leistungseinbruch von 7 % bis 30 % führen kann. NVIDIA empfiehlt Besitzern dieser speziellen Karten, das Modell K von DLSS 4.0 zu verwenden, um ein optimales Gleichgewicht zwischen Leistung und Bildqualität beizubehalten.

Model M ist für den Performance-Modus konzipiert und konzentriert sich darauf, bei aggressivem Upscaling für Klarheit zu sorgen. Model L wird für den Ultra-Performance-Modus bei 4K-Auflösungen verwendet, um Unschärfe zu minimieren, und unterstützt zudem die Einstellungen Quality, Balanced und DLAA.

SEGAs Yakuza Kiwami 3 & Dark Ties erschienen am 11. Februar, während High On Life 2 von Squanch Games und REANIMAL von Tarsier Studios am 13. Februar veröffentlicht wurden. Während Yakuza und High On Life 2 Frame Generation unterstützen, umfasst REANIMAL die Unterstützung für DLSS Super Resolution und DLAA.

Diese Funktion ist exklusiv für GPUs der RTX 50-Serie verfügbar und soll im Frühjahr 2026 veröffentlicht werden. Sie kann die Multiplikatoren der Frame Generation auf bis zu 6x anpassen und erzeugt fünf zusätzliche Frames für jeden gerenderten Frame, um die Bildrate in Szenen mit Path Tracing zu steigern.

Während AMD FSR 4 Verbesserungen zeigt und sich der Qualität der NVIDIA-Technologie annähert, bietet DLSS 4 im Allgemeinen eine bessere Stabilität und behält mehr Details bei. Insbesondere schneidet DLSS 4 beim Umgang mit komplexen Szenen und Subpixel-Details besser ab als FSR oder Intel XeSS.

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