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Lords of the Fallen 2: Reicht die neue Brutalität für den Soulslike-Thron?

Lords of the Fallen 2: Reicht die neue Brutalität für den Soulslike-Thron?
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Inhaltsverzeichnis

Lords of the Fallen 2: CI Games setzt voll auf Brutalität – Doch reicht das für den Thron?

Mit dem neuesten Entwickler-Update „Lifting the Veil“ gibt CI Games tiefe Einblicke in das überarbeitete Kampfsystem von Lords of the Fallen 2. Das 42-minütige Video auf dem offiziellen YouTube-Kanal des Studios verspricht eine Spielerfahrung, die schneller, präziser und deutlich aggressiver ausfallen soll als im Vorgänger. Während Game Director James Lowe und sein Team eine verfeinerte Dark-Fantasy-Welt präsentieren, stellt sich die Frage: Können diese Verbesserungen das Sequel wirklich aus der Masse der Soulslikes hervorheben?

Die Handlung setzt rund 1.000 Jahre nach dem Sturz von Adyr an. Spieler schlüpfen erneut in die Rolle des Lampenträgers und wandeln zwischen den Reichen der Lebenden und der Toten. Während das Szenario rund um bösartige Götter und düstere Magie dem Genre-Standard treu bleibt, liegt der Fokus der Entwickler diesmal ganz klar auf der spielerischen Freiheit und der Wucht der Auseinandersetzungen.

Kampf ohne Gnade: Die Neuerungen im Check

In „Lifting the Veil“ wurden mehrere zentrale Features vorgestellt. Wir haben analysiert, welche davon das Potenzial zum Gamechanger haben:

  • Vielfältige Spielstile und flexible Builds: CI Games verspricht einen nahtlosen Wechsel zwischen Nahkampf, Fernkampf und Magie. Das ist eine wichtige Reaktion auf das Feedback zum Spiel von 2023, bei dem Bosskämpfe trotz theoretischer Build-Vielfalt oft in repetitive Muster verfielen. James Lowe betonte, dass man die Spieler zum Experimentieren anregen wolle – im Gegensatz zu manchen FromSoftware-Titeln, bei denen man sich oft früh auf einen festen Build festlegt.
  • Die Rückkehr des Dual-Wieldings: Das beidhändige Führen von Waffen war bereits im Reboot von 2023 beliebt und kehrt als Kernmechanik zurück. Es ist zwar kein Alleinstellungsmerkmal mehr, gehört für Fans aber zum Pflichtprogramm eines Nachfolgers.
  • Neue Waffen und die Sensen-Klasse: Eine komplett neue Waffenklasse, die Sensen, sowie eine deutlich größere Auswahl an Ausrüstung sollen für Abwechslung sorgen. Da das 2023er-Spiel bereits für seine Fernkampfsysteme gelobt wurde, sind die Erwartungen an diese Erweiterung hoch.
  • Strategische schwere Angriffe: Schwere Attacken sollen mehr sein als reiner Schadens-Output. Sie verlangen laut Entwicklern „schnelle, taktische Entscheidungen“. Wenn dies gelingt, könnte es das Kampfsystem von stumpfem Knöpfchendrücken abheben und taktische Tiefe belohnen.
  • Brutale Exekutionen und Verstümmelungen: Getreu dem Motto „mutiger, blutiger, brachialer“ gibt es neue Finisher und ein Verstümmelungssystem. Die spannende Frage bleibt: Ist das nur visuelle Spielerei oder hat es mechanische Auswirkungen? Beeinflusst das Abtrennen von Gliedmaßen etwa die Angriffsmuster der Gegner?
  • Größere Bedrohungen und Gegnervarianz: Ein Kritikpunkt am Vorgänger war die teils mangelnde Gegnervielfalt und Bosse, die sich wie „Damage Sponges“ anfühlten. CI Games verspricht nun eine größere Kampfzone, facettenreichere Feindtypen und spektakuläre Bossbegegnungen, die die Community diesmal wirklich fordern sollen.

Community-Nähe oder nur Marketing? Der Fokus auf den Koop

CI Games betont eine „Player-first“-Philosophie und verspricht, die Zeit der Spieler zu respektieren. Nach dem technisch holprigen Start des Spiels von 2023 ist diese Aussage kritisch zu betrachten. Ein echtes „Player-first“-Erlebnis zeigt sich vor allem in einem sauberen Launch ohne schwerwiegende Performance-Probleme – ein Punkt, an dem das Studio beweisen muss, dass es aus der Vergangenheit gelernt hat.

Ein echtes Highlight könnte der Koop-Modus werden. Die Entwickler versprechen einen „Best-in-Class“-Ansatz mit gemeinsamem Fortschritt. In einem Genre, in dem Koop oft durch komplizierte Beschwörungsmechaniken oder fehlenden Fortschritt für Gäste ausgebremst wird, könnte Lords of the Fallen 2 hier punkten. Die Vorstellung, nahtlos mit einem Partner durch Axiom und Umbral zu reisen, ohne nach einem Bosskampf getrennt zu werden, ist ein starkes Argument gegenüber der Konkurrenz wie Elden Ring.

Release und Plattformen: Wann geht es los?

Lords of the Fallen 2 ist nach dem Original von 2014 und dem Reboot von 2023 der dritte Teil der Reihe. Der globale Release ist für 2026 geplant. Erscheinen soll der Titel für PC (einschließlich Epic Games Store), PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Ein exakter Termin sowie die Systemanforderungen stehen noch aus, doch die Ambitionen hinter dem Dual-Welt-System und dem neuen Kampffokus lassen auf ein intensives Erlebnis hoffen.

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