Embark Studios hat mit der Version 1.15.0 das neueste umfangreiche Update für Arc Raiders veröffentlicht. Seit dem 10. Februar bringt der Patch eine Mischung aus Community-Events, die Rückkehr bekannter Kartenbedingungen und entscheidende Anpassungen am Fortschrittssystem. Da sich das im Oktober 2025 gestartete Extraktions-Abenteuer in einem rasanten Entwicklungszyklus befindet, haben wir bei TTEK2 analysiert, was diese Änderungen für das Spielerlebnis bedeuten.
Shared Watch: Ein vorsichtiger Schritt in Richtung PvE-Harmonie
Das Herzstück von Patch 1.15.0 ist das neue Shared Watch Event, eine PvE-orientierte Community-Herausforderung, die bis zum 24. Februar 2026 läuft. Dieses Event motiviert die Spieler zur Zusammenarbeit gegen die ARC-Maschinen – ein Schritt, den wir als deutliche Anerkennung des "pazifistischen Spielstils" interpretieren, den ein beachtlicher Teil der Community pflegt. Während das Event dazu aufruft, sich mit Fremden zu verbünden und Belohnungen zu verdienen, bleibt der Kern von Arc Raiders ein PvPvE-Format. Kämpfe zwischen Spielern sind weiterhin möglich und bringen XP, auch wenn PvP-Aktionen keine "Merits" (Verdienstpunkte) für das Event generieren.
Embark betont konsequent, dass die Spannung des PvPvE-Modus grundlegend für das Spieldesign ist, und widersetzt sich Rufen nach einem reinen PvE-Modus. Obwohl wir den Anreiz für Teamwork schätzen, wirkt dieses zeitlich begrenzte Event für einige Spieler wie "Business as usual". Es unterstreicht eher den Wunsch nach einem permanenten, konsequenzfreien PvE-Bereich. Es bleibt abzuwarten, ob dies ein echtes Experiment oder nur ein vorübergehendes Zugeständnis an einen lautstarken Teil der Spielerbasis ist.
Spieler sammeln Merits durch den Kampf gegen ARC-Einheiten, wobei 100 XP in einen Merit-Punkt umgewandelt werden. Insgesamt sind 1.050 Merits erforderlich, um alle Belohnungen freizuschalten:
Cold Snaps dauerhafte Rückkehr: Ein frostiger Empfang
Die beliebte Kartenbedingung "Cold Snap", die zuvor nur zeitlich begrenzt verfügbar war, kehrt nun dauerhaft in die Rotation aller Außenkarten zurück. Unter diesen winterlichen Bedingungen erleiden Spieler Erfrierungsschaden, wenn sie zu lange dem Schnee ausgesetzt sind, was den strategischen Einsatz von Wärmequellen oder Unterschlupf erzwingt. Diese erhöhte Herausforderung wird mit doppelten Trial-Punkten belohnt. Passend dazu sind "Candleberries" nun eine dauerhafte Zutat für das Crafting, und Schneebälle können als Wurfwaffen genutzt werden.
Die Reaktionen der Community auf die Rückkehr von Cold Snap sind geteilt. Während viele die Abwechslung begrüßen, kritisieren andere, dass ein erst kürzlich entferntes Feature so schnell als "recycelter Content" zurückkehrt. Embark-CEO Patrick Söderlund erklärte bereits früher, dass rotierende Bedingungen ein bewusstes Designelement seien, um die Dynamik der Welt zu erhalten. Für Spieler, die sich nach beständigen Inhalten sehnen, scheint diese Argumentation jedoch nicht immer aufzugehen.
Optimierungen für die Zweite Expedition
Da sich das Zeitfenster für die Zweite Expedition am 25. Februar 2026 öffnet und der Startschuss am 1. März fällt, führt Update 1.15.0 spielerfreundliche Anpassungen in der Vorbereitungsphase ein. Laut Embark Studios sind dies direkte Reaktionen auf das Feedback zu den hohen Anforderungen der ersten Expedition.
Der maximale Wert für Bonus-Skillpunkte wurde von 5.000.000 auf 3.000.000 Coins gesenkt. Das bedeutet, dass Spieler nun 600.000 Coins pro Skillpunkt benötigen, statt der ursprünglichen 1.000.000. Zudem gibt es ein neues Aufholsystem: Verpasste Skillpunkte der ersten Expedition können für 300.000 Coins pro Punkt nachgekauft werden. Trotz des Rabatts von 70 % stellt sich die Frage, ob 300.000 Coins für Gelegenheitsspieler nicht immer noch eine zu hohe Hürde darstellen – zumal diese Mechanik nur für Teilnehmer der ersten Expedition verfügbar ist.
Neue Kosmetika, Granaten-Rework und die Rückkehr der Exploits
Abseits der großen Events gibt es neue optische Anpassungen, wie das "Vulpine"-Set im Shop. Spielerische Änderungen erfährt vor allem die Trailblazer-Granate, was bei vielen Fans für Unmut gesorgt hat:
- Explosionen verursachen keinen Schaden mehr durch Wände.
- Erhöhter Schaden gegen kleine Gegner.
- Verringerter Schaden gegen schwere Einheiten wie Leaper und Bastion.
Dieser Nerf gegen große ARC-Einheiten stieß auf Enttäuschung. Viele Spieler fragen sich, warum Embark ein effektives Werkzeug schwächt, anstatt unterlegene Waffen wie die Bettina oder Tempest aufzuwerten.
Zahlreiche Bugfixes sollen zudem die Stabilität und die Reconnection-Funktion verbessern. Überschattet wurde der Launch jedoch von einem massiven Item-Duplikations-Glitch. Dieser Exploit verbreitete sich rasend schnell durch Streamer und erlaubte es, wertvolle Gegenstände unendlich zu vervielfältigen. Embark reagierte schnell mit einem Hotfix und drohte mit Strafen für Spieler, die den Glitch exzessiv genutzt haben. Diese harte Haltung spaltet die Community, da viele die Verantwortung für fehlerhaften Code beim Entwickler sehen. Kurz nach dem Fix machten zudem Berichte über einen "Infinite Ammo Exploit" die Runde, was die Frustration weiter steigerte.
Am Horizont: Das Shrouded Sky Update
Embark Studios hält das Tempo hoch. Das kommende "Shrouded Sky"-Update (erwartet zwischen dem 22. und 24. Februar 2026) verspricht eine neue sturmbasierte Kartenbedingung, eine frische ARC-Bedrohung, ein neues Raider-Deck sowie Karten-Updates. Wir hoffen, dass dieser nächste große Content-Schub die Kritikpunkte der Community aufgreift und das Spiel nachhaltig stabilisiert.
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