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AMD Adrenalin 26.1.1: Support für RDNA 4, Zen 5 und neues KI-Bundle veröffentlicht

AMD Adrenalin 26.1.1: Support für RDNA 4, Zen 5 und neues KI-Bundle veröffentlicht
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AMD hat pünktlich zum 21. Januar 2026 die AMD Software: Adrenalin Edition 26.1.1 veröffentlicht. Bei diesem WHQL-zertifizierten Treiber-Update handelt es sich um weit mehr als nur eine routinemäßige Fehlerbehebung. Das Paket bringt essenzielle Unterstützung für neue Hardware-Produkte, eine Vielzahl lang ersehnter Performance-Fixes und ein interessantes neues „AI Bundle“, das die lokale Einrichtung von KI-Anwendungen massiv vereinfachen soll.

Aus unserer Sicht unterstreicht dieses Release AMDs Fokus auf die nächste Hardware-Generation. Der Treiber stellt sicher, dass die brandneuen Zen-5-basierten Ryzen AI Prozessoren sowie die RDNA-4-Grafikkarten vom ersten Tag an stabil und performant laufen. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, wenn AMD verspricht, „diverse hartnäckige Probleme“ bei älteren Radeon-GPUs zu lösen – man fragt sich unweigerlich, warum die Behebung dieser Fehler so lange auf sich warten ließ.

Fundament für die nächste Generation: Breite Hardware-Unterstützung

Die Adrenalin Edition 26.1.1 geizt nicht mit Support für die neuesten Highlights aus dem Hause AMD. Das Update führt offizielle Treiber-Unterstützung für eine breite Palette neuer Komponenten ein und verspricht so maximale Kompatibilität für modernste Systeme.

Besonders hervorzuheben ist die Unterstützung für die neuen AMD Ryzen AI 300/400 Prozessoren, die allesamt auf der Zen-5-Architektur basieren. Chips wie der Ryzen AI 9 HX 475, der Ryzen AI 7 450 oder der Ryzen AI 5 430 werden das Herzstück künftiger KI-Laptops und Mini-PCs bilden. Eine Optimierung ab dem Erscheinungstag ist hier für einen reibungslosen Start unerlässlich.

Ebenso bedeutend ist die Integration der AMD Radeon RX 9070/9060 Serie. Diese Produktfamilie, die unter anderem die Radeon RX 9070 XT, RX 9070 GRE und RX 9060 umfasst, basiert auf der RDNA-4-Architektur (Navi 4x). Wir gehen davon aus, dass diese Karten das Gaming-Segment im kommenden Jahr maßgeblich prägen werden, weshalb ein robuster Treibersupport von Anfang an Pflicht ist.

Zusätzlich untermauern die neuen AMD Radeon AI PRO Grafiklösungen (Radeon AI PRO R9700, R9700S und R9600D) AMDs Ambitionen im Bereich der professionellen KI-Beschleunigung. Diese dedizierte Hardware zeigt deutlich, dass AMD den Wettbewerb im Bereich High-Performance-Computing und Machine Learning ernst nimmt.

Erfreulicherweise werden weiterhin auch ältere Modelle der Radeon RX 7000, RX 6000 und RX 5000 Serie sowie mobile RX M-Grafikchips und integrierte Radeon-Lösungen unterstützt, sodass auch Nutzer älterer Systeme von den Optimierungen profitieren.

AMDs AI Bundle: Starthilfe für lokale KI oder nur unnötiger Ballast?

Die wohl spannendste und zugleich diskussionswürdigste Neuerung dieses Releases ist das optionale AI Bundle. Es wurde konzipiert, um die oft komplizierte Einrichtung lokaler KI-Anwendungen zu vereinfachen und bündelt populäre Frameworks und Tools:

  • PyTorch auf Windows
  • ComfyUI
  • Ollama
  • LM Studio
  • Amuse

Die Idee, den Einstieg in die Welt der generativen KI (offline und lokal) zu erleichtern, ist definitiv zu begrüßen. Allerdings lässt der enorme Speicherbedarf von knapp 34 GB aufhorchen. Auch wenn Tools wie PyTorch naturgemäß groß sind, ist dies eine massive Hürde für ein „optionales“ Paket – insbesondere für Nutzer mit begrenztem SSD-Speicher. Das Bundle ist kompatibel mit den neuen Radeon RX 9000 GPUs, der RX 7700 Serie sowie den Ryzen AI 300 und 400 Prozessoren. Wir vermuten jedoch, dass sich dieses Angebot eher an Enthusiasten und Entwickler richtet als an den durchschnittlichen Anwender.

Fehlerbehebungen: Optimierungen für Spiele und Anwendungen

Abseits der neuen Hardware bringt die Adrenalin Edition 26.1.1 wichtige Korrekturen für Rendering-Fehler und Performance-Probleme. Neu unterstützte Titel wie Starsand Island und Avatar: Frontiers of Pandora - From the Ashes Edition profitieren nun von verbesserter Stabilität.

Die Liste der behobenen Fehler ist lang und deckt verschiedene GPU-Generationen ab:

  • Korrekte Schatten-Darstellung in Call of Duty: Black Ops 7 (RX 5000 und RX 6000).
  • Behebung von Texturfehlern in Enshrouded am ersten „Elixierbrunnen“ (RX 7000 und RX 9000).
  • Startprobleme in Diablo 4 bei Benutzernamen mit Sonderzeichen wurden gelöst (RX 7000 und RX 9000).
  • Lichtdarstellung bei Nachtszenen im Microsoft Flight Simulator 2024 korrigiert (RX 7000 und RX 9000).
  • Abstürze im Unreal Engine 5.6 Editor bei aktiviertem Lumen HWRT behoben (RX 5000, 6000, 7000 und 9000).
  • Visuelle Fehler in Chromium- und Electron-basierten Apps (z. B. Discord oder Browser) beseitigt (RX 5000 und RX 6000).
  • Performance-Verbesserung beim Ändern der Fenstergröße in Vulkan-Anwendungen (RX 7000 und RX 9000).
  • Fehlerhafte Player-Sprites in Cassette Beasts korrigiert (RX 7000 und RX 9000).
  • Grafikfehler (Artefakte) in Baldur's Gate 3 bei aktiviertem TAA behoben (RX 5000 und RX 6000).

Es ist positiv zu bewerten, dass AMD hier sowohl spezifische Spielefehler als auch allgemeine Stabilitätsprobleme in Anwendungen wie der Unreal Engine angegangen ist.

Bekannte Probleme: Wo es noch hakt

Trotz der vielen Fixes gibt es Bereiche, an denen AMD noch arbeitet. Diese „Known Issues“ sollten Nutzer im Hinterkopf behalten:

  • Sporadische Abstürze oder Treiber-Timeouts in Cyberpunk 2077 beim Laden eines Spielstands mit aktiviertem Path Tracing.
  • Gelegentliche Abstürze in Battlefield 6 auf Systemen mit AMD Ryzen AI 9 HX 370.
  • Probleme beim Task-Switching (Alt+Tab) im Roblox Player (Car Zone Racing & Drifting), besonders wenn Medienanwendungen im Hintergrund laufen (RX 7000 Serie).
  • Texturflackern in Battlefield 6, wenn gleichzeitig die AMD Record- und Stream-Funktion genutzt wird.

Besonders der anhaltende Fehler bei Cyberpunk 2077 mit Path Tracing ist bedauerlich, da es sich um einen der visuell beeindruckendsten Titel handelt. Auch die mehrfachen Nennungen von Battlefield 6 deuten auf noch nicht ganz ausgereifte Stabilität in bestimmten Szenarien hin.

Verfügbarkeit und Systemanforderungen

Das Paket AMD Software: Adrenalin Edition 26.1.1 steht als Freeware direkt bei AMD zum Download bereit. Die Dateigröße für die Windows 64-Bit-Version variiert je nach Paket zwischen etwa 890 MB und 2 GiB. Hinzu kämen die erwähnten 34 GB, sollte man sich für das AI Bundle entscheiden.

Der Treiber unterstützt folgende Betriebssysteme:

  • Windows 11 (ab Version 21H2, 64-Bit)
  • Windows 10 (ab Version 21H2, 64-Bit)

Für die Installation sind, wie üblich, Administratorrechte erforderlich.

Wichtige Installationshinweise für Laptops und Handhelds

AMD gibt explizite Warnungen heraus, die besonders für Nutzer mobiler Geräte wichtig sind:

  • Für Laptops und All-In-One-PCs (AIOs) empfiehlt AMD weiterhin die vom Hersteller (OEM) bereitgestellten Treiber. Diese sind oft speziell auf die Hardware angepasst. Treten Probleme mit dem generischen AMD-Treiber auf, sollte zur OEM-Version zurückgekehrt werden.
  • Handheld-Gaming-PCs (wie das Steam Deck oder diverse Windows-Handhelds) werden von der Adrenalin Edition nicht unterstützt. Hier müssen Nutzer zwingend die Treiber des jeweiligen Herstellers verwenden.
  • Nutzer, die AMD-Grafikkarten unter Apples Boot Camp betreiben, werden ebenfalls nicht bedient und müssen sich an den Systemhersteller wenden.

Diese Einschränkungen zeigen, wie komplex das Ökosystem geworden ist und dass eine universelle „Ein-Treiber-für-alles“-Lösung nach wie vor eine Herausforderung bleibt.

Häufig gestellte Fragen

Dieses Update führt offizielle Unterstützung für die RDNA 4-basierte Radeon RX 9070- und RX 9060-Serie ein, einschließlich der XT- und GRE-Varianten. Es fügt zudem Kompatibilität für Zen 5-basierte Prozessoren der Ryzen AI 300- und 400-Serie sowie für die neuen professionellen Grafiklösungen Radeon AI PRO R9700, R9700S und R9600D hinzu.

Das optionale AI Bundle benötigt fast 34 GB Festplattenspeicher, um Tools wie PyTorch, ComfyUI und Ollama unterzubringen. Es ist kompatibel mit GPUs der Serien Radeon RX 9000 und RX 7700 sowie mit den Prozessoren Ryzen AI 300, Ryzen AI 400 und Ryzen AI Max.

Der Treiber behebt die Schattendarstellung in Call of Duty: Black Ops 7 und Texturfehler in Enshrouded auf bestimmter Radeon-Hardware. Er korrigiert zudem Startfehler von Anwendungen in Diablo 4, die durch nicht-englische Zeichen in Benutzernamen verursacht wurden, sowie Probleme mit der Nachtbeleuchtung im Microsoft Flight Simulator 2024.

Bei Benutzern können weiterhin Treiber-Timeouts oder Abstürze beim Laden von Spielständen in Cyberpunk 2077 mit aktiviertem Path Tracing auftreten. Zudem wurden in Battlefield 6 und im Roblox Player bei bestimmten Hardwarekonfigurationen gelegentliche Abstürze und Flackern gemeldet.

Dieser Treiber ist für 64-Bit-Versionen von Windows 11 und Windows 10 verfügbar, spezifisch Version 21H2 oder neuer. Das Standard-Treiberpaket ist zwischen 890 MB und 2 GiB groß, wobei das optionale AI Bundle zusätzliche 34 GB Speicherplatz benötigt.

Das Treiberpaket AMD Software: Adrenalin Edition 26.1.1 wird als Freeware bereitgestellt. Es kann direkt von AMD zur Verwendung auf kompatiblen Desktop- und Mobilplattformen heruntergeladen werden.

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