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ASUS ROG Strix OLED: Sind 200 Euro Aufpreis für Google TV gerechtfertigt?

ASUS ROG Strix OLED: Sind 200 Euro Aufpreis für Google TV gerechtfertigt?
Kurzzusammenfassung
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Inhaltsverzeichnis

ASUS Republic of Gamers (ROG) setzt mit dem neuen ROG Strix OLED XG34WCDMTG voll auf Konvergenz. Der Ultrawide-Gaming-Monitor integriert Google TV (Android 14) direkt in sein System und versucht so, die Grenzen zwischen Hochleistungs-Display und Smart-TV zu verwischen. Die Strategie dahinter ist klar: Der Monitor soll zum zentralen Entertainment-Hub im Zimmer werden, der den nahtlosen Wechsel zwischen kompetitivem Gaming und dem Streaming der Lieblingsserie ermöglicht.

Erstmals auf der Computex 2025 präsentiert, verrät das Kürzel „TG“ im Produktnamen bereits die Google-TV-Anbindung. Das ehrgeizige Gerät kommt nun für 1.199 US-Dollar auf den Markt. Angesichts eines Aufpreises von rund 200 Dollar gegenüber dem Schwestermodell ohne Google TV stellt sich jedoch die Frage, ob diese Integration für die Zielgruppe tatsächlich einen echten Mehrwert bietet.

Ist der Gaming-Monitor jetzt wirklich ein Smart-TV?

Mit dem ROG Strix OLED XG34WCDMTG verfolgt ASUS eine Vision, die man bereits von Smart-Monitoren von Samsung oder LG kennt. Das Besondere bei ASUS ist jedoch die explizite Ausrichtung auf Gamer in Kombination mit der Google-TV-Plattform. Nutzer müssen sich mit einem Google-Konto anmelden, um Streaming-Dienste und Apps über die gewohnte Android-14-Oberfläche nutzen zu können. Zwar gibt es bereits andere Google-TV-Monitore wie den KTC A32Q8 oder den MSI Modern MD272UPSW, doch diese zielen meist auf niedrigere Bildwiederholraten und weniger anspruchsvolle Nutzungsszenarien ab.

Für Nutzer, die ohnehin einen leistungsstarken PC oder eine Konsole angeschlossen haben, bleibt die Notwendigkeit von integriertem Google TV fraglich. Beide Plattformen bieten bereits hervorragende Streaming-Apps. Während Extras wie Chromecast, Miracast und die beiliegende Fernbedienung den Komfort erhöhen, werden wohl nur wenige Hardcore-Gamer ihren PC ausgeschaltet lassen, um die monitorinternen Apps zu nutzen. Dennoch: Für ein minimalistisches Setup ohne permanent laufenden Rechner oder für die Sprachsteuerung und personalisierte Inhaltsempfehlungen könnte die Integration durchaus ihren Reiz haben.

Ein interessantes Feature ist die Vorinstallation von NVIDIA GeForce NOW, was Cloud-Gaming ohne externe Hardware ermöglicht – vorausgesetzt, die Internetleitung spielt mit. Ebenso bietet der „Multi-Platform Streamer Plus“ die Möglichkeit, direkt auf YouTube, Facebook oder Twitch zu streamen. Ob diese integrierte Lösung jedoch in Sachen Stabilität und Funktionsumfang mit dedizierter PC-Software mithalten kann, bleibt abzuwarten.

Klanglich setzt der Monitor auf Dolby Atmos, umgesetzt durch zwei 5-Watt-Lautsprecher. Trotz des prestigeträchtigen Namens sollte man von 5-Watt-Boxen kein kinoreifes Erlebnis erwarten. Integrierte Lautsprecher dieser Größe neigen dazu, ein eher flaches Klangbild ohne Tiefgang zu liefern. Wer wirklich Immersion sucht, wird vermutlich weiterhin auf Bluetooth-Kopfhörer oder externe Soundsysteme setzen, die vom Monitor ebenfalls unterstützt werden.

Der QD-OLED-Vorteil: Geschwindigkeit und Optik ohne Kompromisse

Hinter den Smart-TV-Funktionen verbirgt sich ein erstklassiges Gaming-Panel. Der ROG Strix OLED XG34WCDMTG nutzt ein 34-Zoll-Ultrawide-QD-OLED-Panel der zweiten Generation von Samsung Display (1800R Krümmung). Mit einer WQHD-Auflösung (3440 x 1440), einer Bildwiederholfrequenz von 240 Hz und einer extrem niedrigen Reaktionszeit von 0,03 ms (GtG) spielt der Monitor in der absoluten Oberliga. Ghosting oder Bewegungsunschärfe sind für dieses Panel Fremdwörter.

In puncto Bildqualität bietet das Display Unterstützung für Dolby Vision und ist DisplayHDR 400 True Black zertifiziert, was perfekte Schwarzwerte garantiert. Mit einer Spitzenhelligkeit von 1000 Nits im HDR-Modus und einer 99-prozentigen Abdeckung des DCI-P3-Farbraums eignet sich der Monitor nicht nur zum Zocken, sondern auch für die professionelle Content-Erstellung. Im Vergleich dazu bieten beliebte Konkurrenten wie der Alienware 34 QD-OLED (AW3423DWF) oft nur 165 Hz, was den ASUS-Monitor für High-End-Gamer attraktiver macht. Für flüssiges Gameplay sorgen zudem G-Sync Compatible und FreeSync Premium Pro. Für stabile Online-Verbindungen ist Wi-Fi 6 ebenfalls mit an Bord.

Anschluss an die Kommandozentrale

Die Anschlussvielfalt des XG34WCDMTG lässt kaum Wünsche offen: Zwei HDMI 2.1-Ports und ein DisplayPort 1.4 sorgen für Konnektivität mit aktuellen Grafikkarten und Konsolen. Ein USB-Typ-C-Anschluss mit 90W Power Delivery und DisplayPort Alt Mode ermöglicht es zudem, Laptops mit nur einem Kabel anzuschließen und gleichzeitig zu laden – ideal für einen aufgeräumten Schreibtisch. Ergänzt wird das Paket durch einen USB-Hub und einen Kopfhöreranschluss.

Ergonomisch zeigt sich der Standfuß flexibel: Er lässt sich in der Höhe verstellen, neigen und schwenken. Wer lieber eine eigene Halterung nutzt, findet eine VESA 100 x 100 mm Kompatibilität vor. Die mitgelieferte Fernbedienung ist ein Muss, um bequem durch die Google-TV-Menüs zu navigieren.

Preis und Sicherheit

Mit einem Preis von 1.199 US-Dollar liegt das Modell etwa 200 Dollar über dem ROG Strix OLED XG34WCDG, der auf die Google-TV-Features verzichtet. Ob dieser Aufpreis gerechtfertigt ist, hängt individuell davon ab, wie sehr man die Stand-Alone-Funktionalität eines Smart-TVs am Schreibtisch schätzt.

Um der Sorge vor dem gefürchteten OLED-Burn-in zu begegnen, spendiert ASUS dem Monitor die „OLED Care“-Suite. Diese umfasst unter anderem einen Annäherungssensor sowie verschiedene Hardware- und Firmware-Schutzmechanismen. Besonders beruhigend für Käufer: ASUS gewährt eine 3-jährige Garantie, die explizit auch das Einbrennen abdeckt. Damit zieht ASUS mit Konkurrenten wie Dell und MSI gleich und bietet eine solide Absicherung für eine Investition in dieser Preisklasse.

Häufig gestellte Fragen

Der ROG Strix OLED XG34WCDMTG kostet in den USA 1.199 $. Das sind 200 $ mehr als beim Schwestermodell ROG Strix OLED XG34WCDG, das für 999 $ im Einzelhandel erhältlich ist und keine Google-TV-Integration besitzt.

Der Monitor verfügt über ein 34-Zoll-QD-OLED-Panel mit 1800R-Krümmung, einer Auflösung von 3440 x 1440 und einer Bildwiederholfrequenz von 240 Hz. Er bietet eine extrem schnelle Gray-to-Gray-Reaktionszeit von 0,03 ms und unterstützt sowohl G-Sync-kompatible als auch FreeSync Premium Pro-Technologien.

Ja, der Monitor ist mit vorinstalliertem NVIDIA GeForce NOW ausgestattet, was Cloud-Gaming ohne separate Hardware ermöglicht. Diese Funktion erfordert jedoch eine stabile Internetverbindung, um effektiv zu funktionieren.

Das Display verfügt über einen USB-Typ-C-Anschluss mit 90 W Power Delivery und DisplayPort Alt Mode für das Laden von Laptops und die Videoübertragung über ein einziges Kabel. Zu den weiteren Anschlüssen gehören zwei HDMI 2.1-Ports, ein DisplayPort 1.4 und ein USB-Hub mit zwei USB 2.0-Anschlüssen.

Ja, ASUS gewährt eine 3-jährige Garantie, die speziell das Einbrennen von OLED-Displays abdeckt. Der Monitor nutzt zudem die ASUS OLED Care-Suite und einen Neo-Näherungssensor, um das Panel vor dauerhaftem Bildeinbrennen (Image Retention) zu schützen.

Der XG34WCDMTG bietet eine Bildwiederholfrequenz von 240 Hz, was eine deutliche Steigerung gegenüber Konkurrenzmodellen wie dem Alienware 34 QD-OLED (AW3423DWF) darstellt, der üblicherweise eine Bildwiederholfrequenz von 165 Hz aufweist. ASUS bietet zudem den ROG Swift OLED PG34WCDM für diejenigen an, die 240 Hz ohne die Smart-TV-Software wünschen.

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