Universal Pictures hat endlich das Geheimnis gelüftet, über das monatelang spekuliert wurde: Brendan Fraser und Rachel Weisz kehren offiziell für einen neuen Teil der „Die Mumie“-Reihe zurück, der derzeit unter dem Titel „The Mummy 4“ läuft. Als Fans freuen wir uns riesig, das beliebte Duo Rick O’Connell und Evelyn Carnahan-O’Connell wieder auf der Leinwand zu sehen. Dennoch fragen wir uns, ob der Starttermin am 19. Mai 2028 – also in fast drei Jahren – nicht etwas zu weit in der Zukunft liegt, um den Hype aufrechtzuerhalten, besonders da erste Gerüchte bereits im November 2025 aufkamen. Wir hoffen inständig, dass sich das lange Warten auszahlen wird.
Die Nachricht hat die Fangemeinde zweifellos in helle Aufregung versetzt. In den sozialen Netzwerken überschlagen sich die Reaktionen auf die Wiedervereinigung von Fraser und Weisz. Viele äußern ihre Freude darüber, dass die Originalstars zurückkehren, nachdem vorherige Versuche, das Franchise fortzuführen, eher verhalten aufgenommen wurden. Diese starke Reaktion der Community deutet darauf hin, dass Universal einen klugen Schachzug macht, indem man voll auf die Nostalgie setzt, die schon die ersten Filme so erfolgreich machte.
Bekannte Gesichter und eine überraschende kreative Wendung
Universal bringt nicht nur die Stars zurück, sondern stellt auch ein neues Kreativteam zusammen, um der archäologischen Abenteuerreihe frischen Wind einzuhauchen. Die Regie übernimmt das gefeierte Horror-Kollektiv Radio Silence, bestehend aus Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett. David Coggeshall zeichnet für das Drehbuch dieses nächsten Kapitels verantwortlich.
Wir finden die Beteiligung von Radio Silence besonders faszinierend und, ehrlich gesagt, auch ein wenig rätselhaft. Ihr Ruf gründet auf erfolgreichen Horror-Projekten wie Scream (2022) und Ready or Not, die für ihren scharfsinnigen Grusel und ihre subversive Herangehensweise an Genre-Konventionen gelobt werden. Der Wechsel vom Slasher-Horror zu einem groß angelegten Action-Abenteuer wie „Die Mumie“ ist ein bedeutender Schritt. Obwohl ihr Talent für packende Erzählungen unbestritten ist, bleiben wir skeptisch, wie sich ihre ausgeprägte Horror-Handschrift auf den charmanten, oft humorvollen Ton der ursprünglichen Mumien-Filme übertragen lässt. Werden wir einen düstereren, intensiveren Film sehen oder passen sie ihren Stil an die etablierte Identität des Franchise an? Diese Wahl ist ein Wagnis, und wir werden genau beobachten, ob es sich auszahlt.
Hinter den Kulissen umfasst das Produzententeam William Sherak, James Vanderbilt und Paul Neinstein. Bemerkenswerterweise wird Brendan Fraser auch als ausführender Produzent fungieren, zusammen mit Jason F. Brown und Denis Stewart von Hivemind. Project X Entertainment wird ebenfalls als Produktionsfirma geführt. Frasers Rolle als ausführender Produzent lässt darauf schließen, dass er die Richtung dieses Revivals aktiv mitgestalten wird – für uns ein positives Zeichen, um den Geist der Originale zu bewahren.
Rückbesinnung auf das eigentliche Erbe
Das vielleicht wichtigste Detail für langjährige Fans ist der erzählerische Ansatz des Films: Er soll als direkte Fortsetzung der äußerst erfolgreichen Filme „Die Mumie“ (1999) und „Die Mumie kehrt zurück“ (2001) dienen. Das bedeutet, dass der neue Teil die Ereignisse von „Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers“ (2008) offenbar ignorieren wird.
Aus unserer Sicht ist diese Entscheidung nicht nur strategisch sinnvoll, sondern essenziell. Das Original von 1999 war ein Kassenschlager, der weltweit über 416 Millionen Dollar einspielte und von Kritikern für seine Mischung aus Abenteuer, Horror und Humor gelobt wurde. Auch die Fortsetzung von 2001 schnitt mit über 435 Millionen Dollar weltweit stark ab. „Das Grabmal des Drachenkaisers“ wurde hingegen sowohl kritisch als auch kommerziell deutlich kühler aufgenommen. Viele Fans fanden, dass er sich zu weit vom bewährten Ton entfernt hatte und der Charme der Vorgänger fehlte. Zudem hatte der Reboot von 2017 mit Tom Cruise, der eigentlich Universals „Dark Universe“ starten sollte, Mühe, das Publikum zu erreichen; er spielte bei einem massiven Budget nur etwas mehr als 409 Millionen Dollar ein und erhielt überwiegend negative Kritiken.
Indem Universal direkt an die ersten beiden Filme anknüpft, korrigieren sie effektiv den Kurs. Sie erkennen an, dass die Magie in der Originalbesetzung und deren spezifischer Geschichte liegt. Dieser Schritt erspart es dem Team, widersprüchliche Handlungsstränge mühsam zu vereinen, und erlaubt es ihnen, sich auf das zu konzentrieren, was am besten funktioniert hat. Wir glauben, dass dieser Fokus auf die geliebten Teile von 1999 und 2001 der klügste Weg für ein Franchise ist, das zeitweise Schwierigkeiten hatte, nach seinen anfänglichen Erfolgen wieder Fuß zu fassen.
Die Rückkehr von Fraser und Weisz in ihre Paraderollen, kombiniert mit der klaren Absicht, die Glanzzeiten der Reihe zu ehren, bereitet die Bühne für ein hoffentlich wirklich spannendes Revival. Markiert euch den 19. Mai 2028 im Kalender und hoffen wir, dass Rick und Evelyn tatsächlich ein weiteres episches Abenteuer erleben, das ihrem Erbe gerecht wird.
Kommentare