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Savage House: Erster Trailer zur bitterbösen Historiensatire mit Claire Foy und Richard E. Grant

Savage House: Erster Trailer zur bitterbösen Historiensatire mit Claire Foy und Richard E. Grant
Kurzzusammenfassung
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Inhaltsverzeichnis

Endlich gibt es einen ersten echten Einblick in Savage House – und es sieht genau nach dem herrlich dekadenten Chaos aus dem 18. Jahrhundert aus, auf das wir gehofft haben. Paramount Pictures veröffentlichte am 23. März den ersten Trailer sowie das offizielle Poster. Der Film präsentiert sich als Historienstück, das höfliche Tänze im Ballsaal kurzerhand gegen „Ironie, Dekadenz und Blutvergießen“ eintauscht.

In den Hauptrollen glänzen Richard E. Grant als Sir Chauncey Savage und Claire Foy als Lady Savage. Die Handlung spielt im England des Jahres 1715 und folgt dem ehrgeizigen Paar bei seinem rücksichtslosen Versuch, die soziale Leiter zu erklimmen. Während sie um Status und Macht kämpfen, wüten im Hintergrund eine Pockenepidemie und der Jakobitenaufstand. Es handelt sich um eine tiefschwarze satirische Komödie, und nach dem Trailer zu urteilen, nutzt Autor und Regisseur Peter Glanz die Absurdität der damaligen Klassendynamik voll aus.

Hinter den Kostümen und dem Chaos

Während der Trailer vor allem die scharfzüngigen Wortgefechte zwischen Grant und Foy in den Fokus rückt, deutet das technische Team an, dass uns hier kein statisches, digital abgefilmtes Theaterstück erwartet. Kameramann Adriano Goldman und die Kostümbildnerin Alex Bovaird zeichnen für die visuelle Gestaltung verantwortlich. Angesichts von Bovairds bisherigen Arbeiten ist zu erwarten, dass die Garderobe des 18. Jahrhunderts authentisch „getragen“ und vielleicht ein wenig garstig wirkt – passend zum Thema der Dekadenz.

Zum weiteren Ensemble gehören Bel Powley, Jack Farthing und Pip Torrens. Bei der Besetzungsliste gibt es allerdings noch Unstimmigkeiten: Während Flickering Myth den Komiker Miles Jupp als Cast-Mitglied führt, taucht er in großen Branchenberichten wie Variety nicht auf. Wir werden auf den vollständigen Abspann warten müssen, um zu sehen, wer es tatsächlich in die finale Fassung geschafft hat.

Der Zeitplan der Veröffentlichung

Das Frustrierendste an Savage House sind nicht die Pocken, sondern der Veröffentlichungsplan. Der Film lag eine gefühlte Ewigkeit im Regal. Die Produktion in Großbritannien wurde bereits Anfang 2024 abgeschlossen, doch erst jetzt tritt das Werk an die Öffentlichkeit.

Für einen Film im Verleih von Paramount ist das Fehlen eines US-Starttermins eine eklatante Lücke. Das Publikum in Irland kam bereits im Januar 2026 in den Genuss des Films, und Großbritannien folgt diesen Juni. Zuschauer in Nordamerika (und anderen Regionen) müssen sich derzeit noch gedulden und auf ein Datum warten, das möglicherweise erst am Jahresende liegt – oder schlimmer noch, auf eine stille Veröffentlichung direkt bei einem Streaming-Dienst.

Gestaffelte Veröffentlichung und kalte Füße im Studio

Richard E. Grant ist immer dann am besten, wenn er hektisch, arrogant und leicht wahnsinnig sein darf. Ihn mit Claire Foy zusammenzubringen – die oft die stoischste Person im Raum spielen muss – ist ein inspirierter Casting-Schachzug. Auf dem Papier hat das Projekt alle Zutaten für einen Überraschungshit wie The Great oder The Favourite, indem es die Geschichte eher als Spielwiese für modernen Zynismus denn als trockenes Lehrbuch nutzt.

Dennoch deutet die zweijährige Lücke zwischen Drehschluss und dem breiten Kinostart meist auf eines von zwei Dingen hin: Entweder wusste das Studio nicht, wie es den Film vermarkten sollte, oder man wartete auf ein ganz spezifisches Zeitfenster, um nicht unterzugehen. Das Label „schwarze Satire“ ist oft Marketing-Sprech für „dieser Film ist ziemlich schräg“. Und obwohl wir das Schräge lieben, macht es die gestaffelte internationale Veröffentlichung schwierig, den organischen Hype aufzubauen, den eine Mid-Budget-Komödie zum Überleben braucht. Wir hoffen inständig, dass der Film so scharf und blutig ist, wie der Trailer verspricht, doch die Verzögerung lässt uns rätseln, ob der Biss am Ende so scharf ist wie die Kostüme.

Häufig gestellte Fragen

Richard E. Grant übernimmt die Rolle von Sir Chauncey Savage, während Claire Foy als Lady Savage zu sehen ist. Zum weiteren Ensemble gehören unter anderem Bel Powley, Jack Farthing und Pip Torrens.

Die Geschichte spielt im England des Jahres 1715, inmitten des Jakobitenaufstands und einer Pockenepidemie. Im Mittelpunkt steht ein ehrgeiziges Ehepaar, das mit Ironie, Dekadenz und Gewalt versucht, in der Gesellschaftshierarchie aufzusteigen.

Der Kinostart für das Vereinigte Königreich und Irland ist für den 5. Juni 2026 geplant. Obwohl Paramount Pictures den Verleih übernimmt, hat das Studio für die USA bislang noch keinen offiziellen Starttermin bekannt gegeben.

„Savage House“ ist eine düstere satirische Komödie, die 1715 vor dem Hintergrund des Jakobitenaufstands spielt. Im Gegensatz dazu ist „The Favourite“ eine surrealistische Satire und ein Drama, das während des Spanischen Erbfolgekriegs zu Beginn des 18. Jahrhunderts angesiedelt ist.

Die Produktion wurde bereits Anfang 2024 im Vereinigten Königreich abgeschlossen, doch der Film kommt erst 2026 in die Kinos. Branchenberichte vermuten, dass die Verzögerung auf Schwierigkeiten bei der Vermarktung zurückzuführen ist oder das Studio auf ein besseres Veröffentlichungsfenster wartet, um direkter Konkurrenz auszuweichen.

Dazu gibt es widersprüchliche Informationen. Während „Flickering Myth“ ihn als Darsteller auflistet, wird er in Berichten anderer großer Branchenmagazine wie „Variety“ nicht erwähnt.

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