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AMD Adrenalin 26.2.1: Support für Yakuza Kiwami 3 und Nioh 3 ist da

AMD Adrenalin 26.2.1: Support für Yakuza Kiwami 3 und Nioh 3 ist da
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AMD hat soeben das neueste AMD Software: Adrenalin Edition 26.2.1 Optional Update veröffentlicht. Dabei handelt es sich um ein inkrementelles Treiberpaket, das darauf abzielt, das Spielerlebnis für Nutzer von Radeon-Grafikkarten unter Windows 10 und 11 weiter zu verfeinern. Obwohl das Update als "Optional" gekennzeichnet ist, zeigt die Erfahrung, dass solche Pakete oft entscheidende Optimierungen für neue Spiele und Fehlerbehebungen enthalten, die für Gamer wichtiger sein können als die selteneren WHQL-zertifizierten Versionen. Die Dateigröße liegt Berichten zufolge bei etwa 1,6 GB, wobei einige Quellen auch von schlankeren 890 MB sprechen – eine kleine Unstimmigkeit, die uns aufgefallen ist.

Pünktlicher Support für neue Titel und notwendige Fixes

Die Highlights der Adrenalin Edition 26.2.1 sind zweifellos die native Unterstützung für Yakuza Kiwami 3 & Dark Ties sowie Nioh 3. Für Fans, die dem Release von am 12. Februar 2026 entgegenfiebern – einem Remake des Klassikers von 2009 mit neuen Inhalten –, garantiert dieser Treiber einen reibungslosen Start. "Game-Ready"-Treiber sind immer gern gesehen, auch wenn wir diesen Support bei großen Veröffentlichungen mittlerweile als Standard voraussetzen.

Neben den Optimierungen für neue Spiele hat AMD auch spezifische Probleme behoben, die Nutzer zuletzt geärgert hatten:

  • Bei Spielern von Arc Raiders auf Produkten der Radeon RX 9000-Serie sollten keine visuellen Fehler in Form von korrupten Wolkendarstellungen mehr auftreten.
  • Die sporadischen Anwendungsabstürze in The Finals, die bei aktiviertem Raytracing auf Karten der Radeon RX 7000-Serie auftraten, wurden laut AMD behoben. Besonders die Stabilität von Raytracing in ist wichtig, da Abstürze in Online-Matches besonders frustrierend sind.

Bleibende Sorgenfalten: Bekannte Probleme und fragwürdige Workarounds

Während der Support für neue Spiele positiv zu bewerten ist, geben die anhaltenden "bekannten Probleme" Grund zur Skepsis. Die vorgeschlagenen Umgehungslösungen wirken oft eher wie Notpflaster als wie echte Lösungen, besonders wenn man bedenkt, wie schwerwiegend und langlebig manche dieser Fehler sind.

Hier sind die kritischsten bekannten Probleme im Überblick:

  • Cyberpunk 2077 (Path Tracing): Es kann weiterhin zu Abstürzen oder Treiber-Timeouts kommen, wenn ein Spielstand mit aktiviertem Path Tracing geladen wird. AMD arbeitet nach eigenen Angaben "aktiv mit dem Entwickler an einer Lösung". Dieses Problem plagt AMD-Nutzer jedoch schon seit über einem Jahr. Community-Diskussionen legen nahe, dass dies an der Nutzung der SHARC-Technologie von NVIDIA liegt, mit der AMD-GPUs Schwierigkeiten haben. Der temporäre Workaround – AMD FidelityFX Super Resolution für den Ladevorgang zu deaktivieren und erst danach wieder einzuschalten – ist umständlich und weit entfernt von einem Premium-Erlebnis.
  • Battlefield 6 (AMD Ryzen AI 9 HX 370): Auf Prozessoren der Ryzen AI 9 HX 370-Serie kann es weiterhin zu Abstürzen kommen. Auch hier verweist AMD auf die Zusammenarbeit mit den Entwicklern. Dass ein moderner Prozessor bei einem aktuellen Spiel solche Probleme bereitet, deutet auf Optimierungslücken bei AMDs neuesten integrierten Grafikplattformen hin.
  • Roblox Player (Radeon RX 7000-Serie): Beim Wechsel zwischen Anwendungen (Task-Switching) während des Spielens von Roblox Player (Car Zone Racing & Drifting) können Abstürze auftreten. Dies ist besorgniserregend, da das Wechseln zwischen Fenstern eine Grundfunktion des Betriebssystems darstellt.
  • Battlefield 6 (AMD Record and Stream): Texturflimmern oder Grafikfehler können auftreten, wenn die Aufnahme- und Streaming-Funktion von AMD genutzt wird. Der Rat, "die Aufnahme vor intensiven Feuergefechten zu pausieren", ist ein fast schon bizarrer Workaround, der den Nutzen der Funktion komplett untergräbt.
  • FSR-Inaktivität (Yakuza 3 & Black Ops 7 auf RX 9000): AMD FSR Upscaling und Frame Generation werden in der Software manchmal als inaktiv angezeigt. Nutzer müssen die Einstellung dann manuell über die Radeon-Einstellungen (Global => Grafik) erzwingen. Ein kleiner, aber nerviger UI-Fehler.

Installation und Kompatibilität

Das Adrenalin Edition 26.2.1 Optional Update unterstützt Windows 10 64-Bit (Version 21H2 und neuer) sowie Windows 11 (Version 21H2 und neuer). Für die Installation sind Administratorrechte erforderlich.

Interessanterweise empfiehlt AMD die Nutzung des direkten Download-Links, da der AMD Install Manager "möglicherweise Probleme bei der Installation optionaler Treiber" hat. Es ist kritisch zu hinterfragen, warum das primäre Installationstool ausgerechnet bei optionalen Treibern schwächelt. Für Nutzer, die von einem Preview-Treiber kommen oder ein Downgrade durchführen, bleibt das AMD Cleanup Utility ein unverzichtbares Werkzeug, um verwaiste Registry-Einträge und damit Treiber-Timeouts zu vermeiden.

Der Treiber ist mit einer breiten Palette an Hardware kompatibel:

  • Desktop-Grafik: Radeon RX 9000, RX 7000, RX 6000, Radeon VII und Radeon RX 5000-Serie.
  • Mobile Grafik: Radeon RX 7000M, RX 6000M und RX 5000M-Serie.
  • Integrierte Grafik: Radeon 8000, 800M und 700M-Serie.
  • Prozessoren mit Radeon-Grafik: Ryzen, Ryzen PRO, Athlon und Ryzen AI-Serien.

Die üblichen Einschränkungen gelten: Der Treiber ist nicht für Apple Boot Camp gedacht, und Laptop-Nutzer sollten im Zweifelsfall auf OEM-Treiber der Hersteller zurückgreifen. Handheld-PCs werden von dieser spezifischen Adrenalin-Version ebenfalls nicht direkt abgedeckt.

Ambitionierte Features und offene Wünsche der Community

Die AMD Software: Adrenalin Edition entwickelt sich stetig weiter und bietet Funktionen wie HYPR-RX zur Leistungsoptimierung, AMD Fluid Motion Frames (AFMF) 2.1 für flüssigeres Gameplay und den KI-gestützten AMD Chat. Diese Features unterstreichen AMDs Bestreben, ein umfassendes Software-Ökosystem aufzubauen.

Ein Blick in die Community zeigt jedoch, dass fundamentale Probleme oft schwerer wiegen als neue KI-Spielereien. Viele Nutzer warten sehnsüchtig auf FSR4-Support für RDNA3, AFMF3 und Video-Upscaling. Während AMD angedeutet hat, FSR4 (Redstone) auch für Konkurrenz-GPUs zu öffnen, bleibt die Frage offen, ob ältere RDNA3-Hardware voll unterstützt wird, da FSR4 vermutlich auf FP8-Support setzt, der primär in RDNA4 und Nvidias Ada Lovelace Architektur zu finden ist.

Noch schwerwiegender sind Berichte über Langzeitprobleme:

  • VRAM-Leaks in Red Dead Redemption 2 (RX 7000): Ein bekanntes Problem bei der Nutzung der Vulkan-API und Smart Access Memory (SAM), das oft zu Abstürzen führt. Workarounds wie der Wechsel auf DX12 existieren, aber eine Lösung auf Treiberebene steht noch aus.
  • Performance-Probleme in Darktide: Nutzer von RX 6000- bis 9000-Karten berichten seit über einem Jahr von schlechter Performance und Rucklern, was auf tieferliegende Optimierungsprobleme hindeutet.
  • Einfrieren der Maus beim Öffnen des Overlays: Mehrere Berichte beschreiben, dass das System beim Aufrufen des Adrenalin-Overlays die Maus blockiert, was oft einen Neustart erforderlich macht. Dies deutet auf Instabilitäten im Kern der Software hin.

Fazit: Das Update 26.2.1 bietet zwar wichtigen Support für neue Spiele und behebt einige akute Fehler, doch die Liste der bekannten Probleme und die unerfüllten Wünsche der Community zeigen deutlich, wo AMD noch nachbessern muss. Stabilität und die Lösung langjähriger Bug-Berichte werden entscheidend sein, um das Vertrauen der Nutzer langfristig zu sichern.

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